Grün-As

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2009

Liebe Leserinnen und Leser, schon wieder ist ein Jahr vorüber. Ein Jahr voller Ereignisse und Veränderungen - auch in Grünau. Schließungen, verwahrloste Einkaufsmärkte, marschierende Nazis und deren Schmierereien, ein geplantes alternatives Jugendzentrum, der Umzug des Theatriums, der Grünauer Kultursommer, die Standortfrage der Max-Klinger-Schule oder die Zwangsversteigerung der Zingster Straße - dies alles waren Themen der letzten elf Monate.

Im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit, blieb der Stadtteil jedoch von größeren Abrissplänen verschont. Im Hinblick auf das kommende Jahr hoffe ich, dass das auch so bleibt. Darum dürfen wir alle gespannt sein, was uns das neue Stadtentwicklungskonzept - kurz SEKo - bringen wird, welches am 4. Dezember in der Völkerfreundschaft vorgestellt worden ist. Was geschieht beispielsweise mit dem Karree der UNITAS im WK 8.3, das schon in diesem Jahr für Wirbel sorgte? Wird es abgerissen, verkauft oder gar saniert? Interessant wird ebenfalls die Frage, wie es mit dem Polizeirevier in Grünau weiter geht, ob es überhaupt weiter geht. Dabei ist Ihr Engagement gefragt, liebe Leser. Einen ersten Bericht zur Problematik fanden sie bereits in einer der vorherigen Online-Ausgaben.

Auch Sparkasse und Post werden umstrukturiert. Welche Filialen geschlossen und welche erhalten bleiben sollen, wird sich im nächsten Jahr heraus kristallisieren. Es gibt aber auch positive Entwicklungen, die 2009 vorangetrieben werden sollen. So wird die KONTAKT ihr Terrassenhaus-Projekt in der Uranusstraße fortsetzen, der Markt in der Karlsruher Straße wird bald den Discounter NETTO beherbergen und das Theatrium wird wohl endlich seine neuen Räumlichkeiten beziehen können - gleiches hoffe ich übrigens auch für das AJZ Bunte Platte. Ein erster Grundstein ist gelegt.

In der letzten Ausgabe des Jahres möchte ich natürlich wie gewohnt ein Dankeschön loswerden. Zunächst an Sie, liebe Leser, dafür, dass Sie uns auch in diesem Jahr die Treue gehalten haben, uns auf Missstände aufmerksam machten, bei der ein- oder anderen Recherche halfen, Anregungen gaben und auch ab und an Kritik übten. Ebenso möchte ich mich bei den hiesigen Akteuren für Ihre Mithilfe am Entstehen dieser Zeitschrift bedanken - ohne sie würde uns die Arbeit schier über den Kopf wachsen und wichtige Grünauer Themen kämen dadurch zu kurz.

Nicht umsonst ist das »Grün-As« die einzige Stadtteilzeitung ihrer Art in Leipzig und findet nach zwölf Jahren mittlerweile im ganzen Stadtgebiet Beachtung. Dass wir überhaupt erscheinen können, haben wir vor allem unseren Finanziers, sprich unseren Anzeigenkunden und Förderern zu verdanken. Die überwiegend gute Zusammenarbeit soll hier nicht unerwähnt bleiben. Bevor wir nun in unser verflixtes 13. Jahr starten, wünsche ich allen eine geruhsame sowie friedliche Weihnachtszeit und für 2009 alles erdenklich Gute.

Ihre Klaudia Naceur
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