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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Wir für Grünau - im März geht's los

WOGETRA startet ihr Umbauprojekt in der Offenburger Straße

Es kann losgehen: Zwar erwartet die Wohnungsgenossenschaft Transport (WOGETRA) noch immer die Antwort auf die Baugenehmigung zum Umbau des Elfgeschossers Offenburger Straße 9-15, aber am 1. Januar wechselte schon einmal wie geplant der gegenüberliegende Block der Baugenossenschaft Leipzig (BGL) in den Besitz der WOGETRA. »Ganzheitliche Standortentwicklung«, heißt die Strategie, die beide Genossenschaften gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit dem Projekt im Herzen Grünaus fahren.

186 seniorengerechte Wohnungen werden in 15-monatiger Bauzeit entstehen. »Grün-As« informierte bereits im November des vergangenen Jahres über die geplanten Veränderungen. »Wir sind bereits im Oktober mit unseren Plänen an die Öffentlichkeit gegangen. Gleich nachdem die Bank uns ihre Finanzierungszusage erteilt hat«, so der Vorstandsvorsitzende der WOGETRA Tobias Luft.

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»Wir für Grünau« - Der Plan steht.

Wie berichtet, lässt sich das Wohnungsunternehmen die gesamte Maßnahme 16 Millionen Euro kosten. Geld, welches laut Vorstandskollegen Béla Hambuch zu einem erheblichen Teil aus Eigenmitteln stammt. Zeitgleich mit der Verkündung der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen informierte die WOGETRA auch die Bestandsmieter.

Es folgten intensive Gespräche, Vermittlungsangebote sowie konkrete Umzugshilfe. So konnten bereits vor dem Jahreswechsel die ersten Bewohner ihr neues Zuhause planen. Viele von ihnen wechselten sogar einfach nur die Straßenseite. Denn mit dem Erwerb des Elfers Ludwigsburger Straße 18-24, konnten die WOGETRA-Mitglieder nicht nur ihrer vertrauten Umgebung, sondern auch ihrer Genossenschaft die Treue halten. Darüber hinaus half diese Strategie auch, die ehemalige BGL-Immobilie weiter zu füllen - die Bewohner des Areals rücken wortwörtlich näher zusammen.

»Natürlich haben wir auch die bisherigen Mitglieder der Baugenossenschaft ganz unproblematisch und unbürokratisch bei uns aufgenommen«, lässt Hambuch wissen. Ihnen sei durch den Wechsel keinerlei finanzielle Belastung entstanden. Ebenso war man um die Gewerbetreibenden in der Ladenzeile besorgt. Diese mussten ihre Räumlichkeiten verlassen, da das Erdgeschoss Offenburger Straße nach dem Umbau künftig eine Sozialstation mit Begegnungsstätte der AWO beherbergen wird. Optiker und Reisebüro sind mittlerweile im nahe gelegenen PEP untergekommen, der Laden mit russischen Lebensmitteln wird sein Geschäft im ebenfalls benachbarten Allee-Center wiedereröffnen.

Ab März wird das gesamte Gebäude Offenburger Straße 9-15 komplett entkernt und grundhaft saniert. »Alles wird neu: Fenster, Balkone, die Fassade, Aufzugsanlagen. An der Rückseite des Hauses werden Rampen angebaut«, präzisiert Luft die Gesamtmaßnahme. Die künftigen Wohnungen sind in erster Linie an den Bedürfnissen älterer Menschen ausgerichtet. Ergänzend bemüht sich die AWO mit künftig bis zu 70 Mitarbeitern vor Ort um das Rundumsorglospaket in Grünaus Mitte.

Hambuch und Luft betonen ein ums andere Mal, wie »gut die Zusammenarbeit mit AWO, BGL und Stadt funktioniert« habe. So gut, dass man nach Abschluss des Bauvorhabens im Sommer 2016 bereits ein neues Ziel vor Augen hat: Die Verschönerung der Hauseingangszone Ludwigsburger Straße sowie des gesamten Fußgängerbereiches.

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