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Leipziger Buchmesse 2005

17. bis 20. März 2005

Erneut stehen über 1.200 Veranstaltungen mit über 1.000 Mitwirkenden im Programm. »Neben bekannten Autoren wie Christoph Hein, Thomas Brussig, Amos Oz, Robert Gernhardt, Hellmuth Karasek, Walter Kempowski, Joachim Fest, Adolf Muschg, Breyten Breytenbach und Jorge Semprun stellen zahlreiche Schauspieler, Sänger und Politiker auf der Messe ihre Bücher vor«, sagt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. So zeigen unter anderem Manfred Krug, Eberhard Esche, Oskar Lafontaine, Klaus von Dohnanyi, Hermann van Veen, Wolfgang Niedecken, Katharina Thalbach und Charles Aznavour dem Publikum eine andere Seite ihres Könnens.

2005 jährt sich Schillers Todestag zum 200sten Mal. Grund für die Leipziger Buchmesse dem großen deutschen Klassiker eine eigene Reihe zu widmen. Zahlreiche Neuerscheinungen, Theateraufführungen und Diskussionsrunden bieten allen Gästen und Interessierten die Gelegenheit, sich mit dem Autor und seinem Werk auseinander zu setzen. Am 17. und 18. März widmet sich das Programm ganz dem jungen Publikum. Jüngere Schiller-Freunde können unter anderem öffentliche Proben des Schauspiels Leipzig zu seinem Stück »Schiller unplugged« miterleben. Abgerundet wird »Leipzig liest Schiller« mit einem Stadtrundgang unter dem Motto »Gestatten, Schiller. Der Dichter zeigt sein Leipzig«, bei dem die Gäste auf eine Reise durch das Leipzig des 18. Jahrhunderts mitgenommen werden.

Vor fünf Jahren führte die Leipziger Buchmesse den Themenschwerpunkt »Hörbuch« ein. Mittlerweile ist sie mit über 120 Ausstellern der wichtigste Branchen-Treffpunkt für die nationalen Hörbuchverlage. Dem vierzigjährigen Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen widmet sich die traditionsreiche Reihe »Jüdische Lebenswelten«, vor 14 Jahren vom Club Bertelsmann initiiert und seitdem veranstaltet. Das Unverwechselbare an »Leipzig liest« sind die zahlreichen - oft sehr ungewöhnlichen - Leseorte. Mit über 200 Partnern, die in den vier Märztagen in das Lesefest einbezogen sind, hat sich die Anzahl der Spielstätten gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in diesem Jahr sind die Literaturen der mittel- und osteuropäischen Länder. In diesem Jahr kommen die Autoren aus Polen, Lettland, der Ukraine und Albanien. Erstmals gibt es zur Messe auch ein nordisches Forum. Hier werden unter anderem aus Island Einar Karason, aus Norwegen Jostein Gaarder und aus Schweden Per Olov Enquist ihre Neuerscheinungen vorstellen.

Die Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulic erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2005. Dies gab das Kuratorium des Preises - Stadt Leipzig, Freistaat Sachsen und Börsenverein des Deutschen Buchhandels - am 26. Januar auf einer Veranstaltung in Berlin bekannt. In der Sächsischen Landesvertretung präsentierten Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Barbara Ludwig und Dr. Harald Heker, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die diesjährige Preisträgerin. Sie erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung auf der Eröffnungsveranstaltung der Leipziger Buchmesse am 16. März.

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