Nachgefragt
Wolfgang Haase, Abteilungsleiter Technisches Gebäudemanagement der LWB
- Klaudia Naceur
- Derzeit entsteht auf dem Gelände der zwei abgebrochenen Blöcke in
der Karlsruher Straße eine Art Stadtteilpark. Die LWB war an der Konzeptentwicklung beteiligt. Wie kam es zu dieser
Nachnutzungsvariante?
- Wolfgang Haase
- Die durch den Abriss entstandene Freifläche ist ja verhältnismäßig
groß, genau gesagt 13500 qm Damit war klar, dass es eine weitergehende Gestaltung, also nicht nur die Anpflanzung von Rasen
geben wird. Das ASW als Initiator und Hauptinvestor hat die beiden Eigentümer - uns und die Pro Leipzig - daraufhin an
einen Tisch geholt und da entstand dann diese Idee, die später noch durch eine offizielle Bürgerbeteiligung präzisiert und
verbessert wurde. Ein wichtiger Punkt war für uns die Frage nach der Kostenintensität einer solchen Nachnutzung, da die
Pflege und Instandsetzung der Parkanlage Aufgabe der Eigentümer bleibt. Aber ich denke, wir haben für alle eine gute Lösung
gefunden.
- Klaudia Naceur
- Wie wird der Park letztendlich aussehen?
- Wolfgang Haase
- Geplant sind so genannte Bauminseln, die mit ehemaligen
Gehwegplatten eingefasst sind. Diese Inseln sollen Platz für etwa 12 bis 16 Laubhölzer bieten - vorwiegend Roteichen,
Robinien und Kaiserlinden. Hinzu kommen Sitzgelegenheiten. Aber auch Beete, die in Platten der abgerissenen Häuser angelegt
werden sollen.
- Klaudia Naceur
- Das klingt originell, aber wie muss man sich das vorstellen?
- Wolfgang Haase
- Die Idee war einfach die, mit den Gestaltungselementen des Parks
daran zu erinnern, dass hier einst Häuser standen. Die LWB hat Plattenelemente, die Fenster und Türöffnungen enthielten,
zur Verfügung gestellt. In diesen Öffnungen soll dann gepflanzt werden.
- Klaudia Naceur
- Wie lange dauert die Maßnahme noch?
- Wolfgang Haase
- Im September soll der Park fertig sein. Es wurde planmäßig
begonnen, so dass es eigentlich zu keinen Verzögerungen kommen sollte. Momentan sind wir allerdings noch auf der Suche nach
einem originellen Namen. Karlsruher Straße klingt ein wenig trocken. Wir hoffen auf Vorschläge von den Grünauern. Wer eine
Idee hat, kann sich gerne mit uns oder dem ASW in Verbindung setzen.