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Grünau - wie weiter?

Leserbrief

Am Montag, dem 5. Februar 2007 fand wieder ein Forum Grünau statt. Was bleibt, sind vor allem Fragen. Zu oft fanden bereits solche oder ähnliche Foren statt, eine konkrete Wirkung für Grünau hat noch keines gezeigt. Damit entsteht der Eindruck, dass es sich auch bei dem letzten Forum eher um einen Beruhigungsversuch der Stadt handelt als um eine Möglichkeit direkter Einflussnahme durch die Bürger.

Es stellt sich die Frage, inwieweit die Stadtverwaltung tatsächlich bereit ist, auf die Stimme der Bürger zu hören und aufhört Planungen zu entwerfen, die genau dieses Interesse außen vor lassen. Dabei ist für die Bewohner Grünaus schon lange klar, dass Grünau zu einem der lebens- und liebenswertesten Stadtteile Leipzigs gehört. Doch statt die Möglichkeit in diesem Bereich aufzugreifen, Grünau mit einer Imagekampagne zu unterstützen und genau diese Stärken herauszustreichen, kommen von der Verwaltung nur, mit Verlaub, leere Worte. Fakt ist, dass sich Grünau dank der Stadt in einer Abwärtsspirale befindet: Durch das Hick-Hack der Verwaltung werden die Einwohner permanent verunsichert. Trotz vieler Fortschritte bei der Sanierung bleibt dadurch das schlechte Image und Zuzüge sind gering, die Abwanderung geht weiter, neuer Abriss folgt.

Was geändert werden muss, ist klar: Die Stadt sollte so schnell wie möglich aufhören, die Einwohner zu verunsichern und eine Imagekampagne starten, um Grünau als das darzustellen, was es ist: ein Stadtteil der durch weitläufige Grünanlagen, Sauberkeit, ausgezeichnete Infrastruktur und Naherholungsflächen vor der Tür besticht. Daneben müssen endlich diejenigen gehört werden, die von den Abrissen betroffen sind - die Bürger. Gerade im Bereich des altenfreundlichen Wohnens hat Grünau noch eine Menge zu bieten.

Grünau hat die Möglichkeit durch Nutzung moderner Technik und konsequenter Wärmedämmung sowie Nutzung regenerativer Energie, die Heizkosten drastisch zu senken und zusammen mit den weitläufigen Grünanlagen, Kulkwitzer See, Schönauer Park und Schönauer Lachen zu einem ökologischen Musterstadtteil zu werden. Diese Chance sollte die Stadt nutzen, anstatt eine Planung zu forcieren die weder zukunftsweisend noch vernünftig ist.

Jürgen Kasek, Stadtbezirksbeirat Grünau, Vorstandssprecher der Grünen in Leipzig
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