Grün-As

Rundgang im WK 7

Im WK 7, als einer der beiden zuletzt gebauten Komplexe, ist die hehre Idee von der Kunst am Bau nicht mehr ganz so konsequent umgesetzt worden. Für den flächenmäßig zweitgrößten Komplex waren gerade einmal fünf Kunstwerke vorgesehen - davon drei innerhalb öffentlicher Gebäude.

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Innenhof im Siriusweg

»Alfred Frank« heißt der gestaltete Innenhof im Siriusweg zu Ehren Alfred Franks (Foto unten), anlässlich dessen 100. Geburtstages der auf Initiative der AWG nach einem Entwurf von Bernd Sikora umgesetzt wurde. 1984 wurde die naturverbundene symbolische Landschaftsgestaltung mit Einordnung des Reliefs zum Leben Alfred Franks angelegt. Die Außenanlage mit Relief aus Stein, Beton und Findlingen ist zirka 2000 Quadratmeter groß und beinhaltete ursprünglich noch eine überlebensgroße Büste des Malers aus Stein und Bronze und wurde von Herbert Ihle geschaffen. Wo diese Skulptur abgeblieben ist, ließ sich leider nicht eruieren.

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Sindbad von Frank Brinkmann

Im Treppenhaus der Bibliothek Nord am Jupiterzentrum kann man noch heute das keramische Wandbild des Keramikmeisters Frank Brinkmann entdecken. Es stellt ein Motiv aus dem Märchen »Sindbad« dar und wurde 1988 installiert. Bereits ein Jahr zuvor hatte Frank Brinkmann ebenfalls ein keramisches Wandbild für die Bibliothek Mitte in der Stuttgarter Allee angefertigt. Diese Innenwandgestaltung mit Namen »Wandel« hatten wir in unserer Ausgabe über die Kunst im WK IV leider übersehen.

Im Jugendclub »Arena« in der Miltitzer Straße 4 befindet sich noch heute im Veranstaltungsraum die zirka 20 Quadratmeter große Innenwandgestaltung von Detlef Lieffertz. 1987 brachte der Künstler das Thema »Alles rollte - mit und ohne PS« mit Farbe auf Metall.

Ebenfalls in der »Arena« - allerdings im Eingangsbereich - fand man eine Außenwandgestaltung aus Metall, Glas, Farbe und Licht von Klaus Liebig. Das Objekt »Elektronische Phasen« wurde 1989 angebracht und war drei mal fünf Meter groß. Ebenfalls einst am Jupiterzentrum, in der ehemaligen Wohngebietsschänke »Zur weißen Mühle« wurde im Jahr 1989 eine zwölf Quadratmeter große farbige Wandkeramik von Astrid Dannegger angebracht. Sie stand unter dem Thema »Erzählende volksverbundene Motive aus dem Kulturerbe«.

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Planetensystem

Das Büro Werk Plan erarbeitete Anfang 2000 im Auftrag der Stadt eine Gestaltungskonzeption unter dem Leitmotiv »Planetensystem/Milchstraße«, da die Straßen im WK 7 Namen von Planeten unseres Sonnensystems tragen. Zur Ideenfindung der Platzgestaltung und der Darstellung des Sonnensystems in der Fußgängerachse wurden drei Leipziger Künstler aufgefordert Vorschläge zu unterbreiten.

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Planetensystem

In einem Gutachtergremium wurde der Entwurf des Künstlers Ulf Puder ausgewählt. Der Platz und die Abbildung des Sonnensystems in der Achse wurden von ihm mit klaren künstlerischen Mitteln gestaltet, so dass die Platzfläche vielfältig nutzbar und eine Dauerhaftigkeit über Jahre gegeben ist.

Zentrum des Sonnensystems und daher auch der Raumfolge des Jupiterzentrums ist die Sonne am zentralen Platz an der Bibliothek. Von ihr ausgehend ziehen die einzelnen Planeten symbolisch ihre kreisförmigen Umlaufbahnen um die Sonne. Die wahren Entfernungsverhältnisse (im Verhältnis 1:50 Mrd.) werden auf der Achse nach Norden nachempfunden, so dass neben dem ästhetischen Aspekt auch ein gewisser Anschauungs- und Lerneffekt erzielt wird. Entsprechende Informationstafeln erläutern Wissenswertes über unser Sonnensystem.

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Durchgang

Im Rahmen der Umgestaltungsmaßnahmen Jupiterzentrum wurde auch der Durchgang im Elfgeschosser Uranusstraße gestaltet. Bei den Künstlern handelt es sich um Jugendliche des Graffiti e.V. In Kürze wird der Block jedoch abgerissen und damit verschwindet auch diese Wandmalerei. Diese ca. 2,50 Meter hohe Metallspirale nennt sich »Doppelhelix« und ist eine Spiel- und Erfahrungsstation zur Entfaltung der Sinne und wurde von Hugo Kükelhaus entworfen.

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Sieben

Die überdimensionale »Sieben« steht direkt zwischen 94. Schule und dem Freizeittreff ARENA im Miltitzer Weg. Auch sie wurde zwischen 2000 und 2002 nach einem Entwurf von Werk Plan errichtet und steht als Symbol für den Standort WK 7 und ist gleichzeitig ein Spiel- und Kletterelement für Kinder und Jugendliche.

Klaudia Naceur>
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