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WOGETRA schont Umwelt und Portemonnaie

Wohnungsgenossenschaft setzt auf alternative Heizsysteme

Dass Energie nicht mehr zum Schnäppchenpreis zu haben ist, hat mittlerweile fast jeder schon bemerken müssen. In den vergangenen Monaten stieg so manchem die Zornesröte ins Gesicht ob ständig neuer Hiobsbotschaften von Rekordenergiepreisen. Besonders schmerzlich wurden dabei die regelmäßigen Fahrten zur Zapfsäule. Doch während man bei anfallenden Benzinkosten selbst ganz einfach sparen kann, in dem man mal wieder das Fahrrad aus dem Keller holt oder ein paar Wege zu Fuß erledigt, ist man als Wohnungsmieter bei alternativen Ideen zur Nebenkostenreduzierung auf den Hauseigentümer angewiesen.

Gut, wer da die WOGETRA als seinen Vermieter weiß, denn sie setzt bereits seit einiger Zeit auf innovative Energielösungen. So hat die Genossenschaft in den Jahren 2000 und 2001 vorhandene Systeme durch neu installierte Luftwärmeanlagen abgelöst. »Mit dem Einsatz erneuerbarer Energien sowie der Umrüstung vorhandener Anlagen können wir den aktuellen und künftigen Marktentwicklungen entgegensteuern«, erläutert Béla Hambuch, Prokurist der Wogetra den positiven Effekt der eingesetzten Technik.

Neben einer Energieeinsparung und somit dem verantwortungsbewussten Umgang mit Erdressourcen, hat die Stabilisierung der so genannten 2. Miete auch einen entscheidenden Vorteil für die Genossenschaft. Denn: »Sie trägt zur Marktattraktivität unserer Wohnungen bei«, so Hambuch. Er sieht effiziente Heizsysteme und den Einsatz erneuerbarer Energien als entscheidende Faktoren für den Erfolg von Wohnungsunternehmen in kommender Zeit. Die energetische Verwendung der Luftwärmeanlagen ist eine wirtschaftlich besonders günstige Variante. Dabei wird ein so genannter Kreuzwärmetauscher eingesetzt, der die erwärmte Abluft der Mieter nutzt, um die frische Zuluft zu erhitzen.

»Da einige Wohnanlagen bereits über Belüftungsanlagen verfügten, war der Einbau ohne wesentliche Eingriffe in die Gebäude möglich«, berichtet Béla Hambuch von vergangenen Maßnahmen. Daher hielten sich auch die Investitionssummen in Grenzen, welche lediglich etwa zwischen 50 und 80 Euro pro Wohnung betrugen. Abgesehen davon, dass Luft nahezu kostenfrei und unbegrenzt zur Verfügung steht, sind darüber hinaus auch die Wartungskosten der Anlagen gering. »All diese Ersparnisse wirken sich natürlich auch auf die Nebenkosten aus, die dementsprechend sinken«, freut sich der Prokurist.

Im Stadtgebiet Leipzig versorgt die WOGETRA zirka 650 Wohnungen mit dieser innovativen Technik - allein in Grünau sind es zirka 180. Die Nutzung dieser umweltschonenden und zugleich wirtschaftlich günstigeren Energieform traf bei den Mietern auf große Akzeptanz. »Leider verfügen nicht alle Wohnobjekte über eine geeignete technische Grundausstattung. Daher ist eine weitere Installation von Kreuzwärmetauschern bei uns derzeit nicht mehr möglich«, bedauert Hambuch. Allerdings strebe das Unternehmen die Verwendung von weiteren erneuerbaren Energien an. So ist der Einsatz von Solaranlagen zur Unterstützung der Heizungsversorgung und Warmwasseraufbereitung in Planung. Im Jahr 2009 werden erste Pilotanlagen in Betrieb gehen. Andere energetische Nutzungen wie beispielsweise die Wärmegewinnung aus Abwasser werden derzeit noch geprüft.

Info: WOGETRA / kmn
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