Grün-As

Grünauer im Winterschlaf?

Von wegen! Jetzt wissen auch die Neugrünauer, woher der Rodelberg am Kulkwitzer See seinen Namen hat. Da war vielleicht was los am ersten Wochenende im neuen Jahr. Sich anstellen und in die Abfahrtsschlange einordnen war angesagt, bevor man mit den unterschiedlichsten Gegenständen unterm Hinterteil rodeln oder rutschen konnte.

Und nicht dass Sie denken, dass dort nur Kinder ihr Vergnügen hatten. Auch Jugendliche und Erwachsene bewegten sich in rasantem Tempo den Berg hinunter. Da blieben natürlich Stürze nicht aus. Und die zahlreichen Zuschauer mussten auf der Hut sein, denn nicht jeder Schlitten kam auch dort an, wo er eigentlich hin wollte.

Bild Vor diesem Vergnügen stand aber erst einmal der zum Teil mühsame Aufstieg. Da hatte manch einer ganz schön schwer zu tragen, um sein Gefährt nach oben zu bringen. Bei den jüngsten Rodlern schien sich allerdings die Freude in Grenzen zu halten. Kaum einen halben Meter groß, im dicken Schneeanzug, vor Mutti oder Vati auf dem Schlitten platziert ging es den sanft abfallenden Rundweg hinunter - meist schwankte der Blick jedoch zwischen Misstrauen, Entsetzen und ungewisser Erwartung. Also am besten Luft anhalten und sehen was kommt.

Wie man sich aber auch sonst noch diesen Weg hinunter bewegen kann, zeigten zwei Jugendliche - beide Füße auf ein Brett geschnallt und dann mit geschickten Bewegungen der Hüften und Beine (wie auch immer) das Brett in Bewegung haltend, ohne in Schussfahrt zu geraten. Was im Gebirge auf großen Schneefeldern toll aussieht, muss eben erst mühsam erlernt werden.

Und dass auch die Markranstädter ihren Spaß am winterlichen Treiben hatten, konnte man sogar auf der Grünauer Seite hören. Obwohl natürlich dort die zu überwindenden Höhenunterschiede wesentlich (!) geringer sind. Schließlich haben wir einen extra Rodelberg!

E.M.
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