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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Ökolöwe retten!

Ökolöwe startet Rettungskampagne

In diesem Jahr feiert der Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. sein 25-jähriges Bestehen. Dieser freudige Anlass wird überschattet durch die Streichung der Beschäftigungsförderung seitens des Bundes, welche sich jetzt in vielen Vereinen drastisch niederschlägt. Auch dem Ökolöwen stehen tief greifende Veränderungen bevor.

Seit der Vereinsgründung 1989 haben sich die Ökolöwen für die Umwelt und eine nachhaltige Stadtentwicklung in Leipzig eingesetzt und dazu beigetragen, ihre Stadt lebenswert zu erhalten und zu gestalten.

Seit 25 Jahren ermöglichte die Beschäftigungsförderung viele Aktionen und Projekte: Mitarbeiter/-innen in ABM, AGH, Kommunal-Kombi oder Bürgerarbeit betreuten als Bibliothekar/-in die Umweltbibliothek Leipzig, bauten als Gärtner/-innen und Umweltpädagog/-innen den Stadtgarten Connewitz auf, boten Umweltbildung für Groß und Klein an, schrieben Stellungnahmen und Pressemitteilungen, prüften Bauvorhaben und halfen Ehrenamtlichen bei der Umsetzung ihrer Ideen.

2012 betrug die Beschäftigungsförderung noch 192.000 Euro jährlich. »Das Ende dieser Förderung rüttelt an den Grundfesten des Vereins«, sagt Nico Singer, Geschäftsführer des Ökolöwen. »Schon in den letzten Jahren haben wir deshalb angefangen, die einsetzenden Streichungen zu kompensieren. Durch Mitgliedsbeiträge und Förderspenden von 560 Mitgliedern und dank vieler kleiner und einiger großer Spenden konnte der Verein fast 90.000 Euro Kürzung abfedern.«

Weil damit aber immer noch 100.000 Euro jährlich fehlten, startete der Ökolöwe nun eine Rettungskampagne. Er wirbt um Mitglieder und Förderspender/-innen mit dem Ziel, die Lücke zu schließen. Etwa 1.000 neue Unterstützer braucht der Verein für die finanzielle Grundsicherung. Ansonsten stehen die Vereinsprojekte auf der Kippe: Nachhaltige Mobilität, Natur- und Artenschutz, Umweltbibliothek, Umweltbildung, Umweltpolitische Arbeit, Umwelttage und Ökofete und der Stadtgarten Connewitz.

»Umweltpolitische Themen wie Floßgraben und Lärmschutz, Auwald und nachhaltige Mobilität sind hochaktuell. Auch in den nächsten Jahren wird Leipzig einen starken, unabhängig finanzierten Umweltschutzverein benötigen. Leipzig braucht die Plattform Ökolöwe, auf der kontinuierlich an Themen, Problemen und Lösungen fachlich kompetent und mit Erfahrung gearbeitet wird«, sagt Nico Singer.

Zehn Wochen nach Kampagnenstart Mitte Juni sind bereits 100 neue Mitglieder und Förderspender dazu gekommen. Jetzt muss es weiter gehen! Um dem Ökolöwen zu helfen, kann man mit einem Fünfer pro Monat Mitglied werden; ab 12,50 Euro monatlich ist man Fördermitglied und hilft so der politischen und finanziellen Unabhängigkeit des Vereins. Weitere Informationen sind auf www.oekoloewe.de zu finden.

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