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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Moderne Sponsorensuche auf betterplace

Hiphop, Breakedance, Skatboard - Heizhaus-Team ist mit JobProjekt »in front«

Fünf Jahre Heizhaus - das ist schon mal was. Das vorwiegend ehrenamtliche Betreuerteam hat damit in der Szene eine Marke etabliert. 15.000 Nutzer gehen jährlich durch die verschiedensten Angebote - tanzen, rollen, skaten, breaken, malen ... Vorwiegend Kids. Inzwischen aber auch schon knapp 60 Senioren. Die Durchmischung macht's. Mehrgenerationenprojekte sind da am Laufen. Und etablieren sich.

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Sind engagiert für die Kids da: Sven Bielig und Cathleen Hanske vom Heizhaus.
Foto (und Coverfoto): Silke Heinig

Das Heizhaus hat in Leipzig durchaus Alleinstellungsmerkmal. Nur zirka 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen kommen aus dem unmittelbaren Grünauer Umfeld. Nochmal 30 aus Mitte, die restlichen sogar aus Ost und dem weiteren regionalen Umland. Kein Wunder. Die attraktive Halle ist das ganze Jahr nutzbar. Der vorgelagerte Skaterpark flächenmäßig der größte der Stadt. Gerade frisch renoviert.

Auch, wenn die geschätzten 1.000 regelmäßigen Skater der Stadt ihn eigentlich gar nicht so cool finden. Er sei zu anspruchslos. Es fehlen attraktive Absprungmomente. Da hatten wohl einige Erbauer noch nie ein Brett unter den Füßen ... Aber Biker, BMX-er, Scooter haben den Platz für sich entdeckt. Treffen sich. Lernen Tricks. Fachsimpeln. Kommen vor allem, um dazuzugehören. 300 sind der stete feste Kern. Kids, die sich vom jungen Team im Heizhaus Ansprache versprechen, Aufmerksamkeit, Zuhören.

Das ist für die rund dreißig ehrenamtlichen Mitarbeiter gar nicht so einfach. Sie sind täglich von 15 bis 22 Uhr für die jugendlichen Besucher da. Engagieren sich in unterschiedlichsten Projekten, Kursen...

Dennoch ist Sven Bielig, Vorsitzender des Trägervereins Urban Souls e.V., (im Web unter www.urban-souls.de) in den letzten Jahren der einzige feste Ansprechpartner. Die zuverlässige Konstante. Der, auf den man sich auch morgen noch verlassen kann oder nächste Woche. »Für viele Kinder sind wir der Lebensmittelpunkt geworden«, erklärt mir Sven Bielig stolz. »Und sie kommen durchaus nicht nur, um von uns bespaßt zu werden. Wir binden sie ein in unterschiedliche altersgerechte Verantwortungsbereiche. Bieten ihnen Betreuung und Mitgestalten an. Stärken so ihre Selbstkompetenz.«

Nun aber stößt das junge Team des Heizhaus an seine Grenzen. Sie brauchen dringend einen pädagogischen Mitarbeiter, der in den Kerngeschäftszeiten für die Kids zuverlässiger fester Bezugspartner wird. Der nicht nur tagesaktuell reagieren kann. Sondern langfristig konzeptionell arbeitet, auch in den einen oder anderen Familienhilfeplan eingebunden werden kann.

Zur Zeit versucht das Cathleen Hanske. Diplomierte Psychologin. Eine engagierte junge Frau, für die inzwischen Leipzig der Lebensmittelpunkt geworden ist. »Im Moment arbeite ich gerne ehrenamtlich im Heizhaus«, bekennt sie sich und strahlt Elan aus. Begeisterung für die Sache. »Ich sehe an den Kids unmittelbar, wofür man das Ganze macht.« Von ihr kam auch die Idee, eine öffentliche Spendenaktion auf betterplace.org/.de zu starten. Knapp 38.000 Euro sollen so zusammenkommen.

Spendenkonto:
IBAN: DE35 8605 5592 1100 6953 42
BIC: WELADE8LXXX

Der finanzielle Jahresaufwand für eine pädagogische Fachkraft. Brutto-Gehalt plus Lohn-Nebenkosten. »Ich bin im Stadtjugendring engagiert, habe Kontakt zu Ämtern und Sponsoren«, so noch einmal Sven Bielig. »Der Wille zur Förderung ist da. Als relativ neue Jugendkultureinrichtung ist es jedoch schwer, an Fördertöpfe zu kommen.« Und diese Töpfe sind auch nicht unerschöpflich.

Wer sich auf heizhaus-leipzig.com umsehen möchte, gelangt schnell zu betterplace.org/.de. Die ungewöhnliche Spendenaktion - die man sonst ja eher von Buchdruck-Projekten junger Autoren kennt - läuft inzwischen in der vierten Woche. Hat auch auf Facebook eingeschlagen. Für diejenigen, die sich nicht so im Internet umsehen, wurde ein Flyer gedruckt, der in allen öffentlichen Einrichtungen und bei potentiellen Sponsoren auf die Aktion aufmerksam machen soll. Wenn Sie sich beteiligen wollen, liebe Leser, und einen eigenen kleinen Beitrag von - sagen wir 25 Euro - leisten möchten, dann helfen Sie.

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