Grün-As

Über Briefkästen und Hauseingänge

Eindrücke und Gedanken beim Verteilen des Grün-As

Sonntagvormittag, schönes Wetter und 15 Kartons mit Zeitungen - auf gings zur Verteilung des Grün-As im WK 8. Der Vorgang ist einfach: Zeitungen in den Arm, Treppe rauf, Zeitung falten und ab in die Kästen - es sei denn, ein Aufkleber fordert kategorisch: »Keine Werbung + keine kostenlosen Zeitungen«. In manch einen Briefkasten passt allerdings nicht mal mehr ein Brief rein. Gibt es denn da keine netten Nachbarn, die bei Abwesenheit die Zeitungen herausnehmen?

Wer LVZ-Leser ist, das erkennt man daran, dass es mit Filzstift oder kleinem blaugezackelten Aufkleber auf dem Kasten vermerkt wurde, was eigentlich ziemlich unschön aussieht. Da sollte sich die Zeitung doch mal was Ansprechendes einfallen lassen. Problematisch ist es bei Hauseingängen, die keine Briefkästen in oder vor der Tür haben. Nach mehreren vergeblichen Klingelversuchen, um ins Haus zu kommen, gebe ich auf. Und hinter den Türknauf klemme ich das Grün-As auch nicht. Liebe Bewohner solcher Eingänge: Bitte holen Sie sich das Grün-As selbst aus dem KOMM-Haus.

Da das Verteilen der Zeitung ja ein recht monotoner Vorgang ist, kommen einem so verschiedene Gedanken beim Betrachten der Briefkästen und Hauseingänge. Man erhält einen guten Überblick darüber, wo viele Wohnungen leer sind und überlegt: Warum wohl? Da sind manchmal sogar große Unterschiede von Eingang zu Eingang. Dann gibt es ordentliche Briefkästen mit einheitlicher Beschilderung, aber ebenso beklebte, zerkratzte, beschmierte. Zuweilen liegen viele Werbezettel auf den Kästen oder am Boden: Welcher Mitbewohner glaubt da eigentlich, dass andere seinen Müll wegschaffen? Es sieht dadurch nicht nur am eigenen Eingang liederlich aus. Bei Wind und Regen hat auch das Umfeld etwas davon.

Interessant ist die Betrachtung von Eingangstüren: neue, helle Eingangstüren wirken einladend, die uralten braunen Türen dagegen lassen auch dahinter keinen freundlichen, renovierten Flur erwarten. Man freut sich jedoch über schwatzende Nachbarn auf den Balkonen oder wenn eine Frau gerade bei der Nachbarin anfragt, ob sie sich mal deren Küchenwaage borgen kann. Schön, wenn man vom Balkon hört: Da kommt ja das Grün-As. Oder wenn es gleich entgegen genommen wird. Natürlich kann ich auch verstehen, wenn mir jemand sagt, der Geldbriefträger wäre ihm lieber.

Mittlerweile Am Grund angekommen, stelle ich erstaunt fest: Ein Dach über der Eingangstreppe - das vermittelt ein angenehmes Gefühl. Da ist man auf der Treppe schon ein bisschen wie heimisch, behütet im übertragenen Sinne. Und außerdem liegen dann nicht die bunten Blüten und trockenen Blätter der Balkonblumen auf den Stufen. Eigentlich sind es Kleinigkeiten, die den ersten Eindruck maßgeblich mitbestimmen, wenn man in ein Haus kommt. Der interessante Querschnitt an diesem Sonntagmorgen bestätigt das. Manches kann jeder Bewohner mit beeinflussen, einiges sollte der Vermieter tun, ohne dass gleich grundlegend saniert wird, denn schließlich soll kein Besucher fragen: Wie kann man nur hier wohnen?

lin

Danke!

Liebe Leserinnen und Leser,
wie jedes Jahr sind die kulturellen Aktivitäten und Veranstaltungsangebote auf Zuschüsse, Spenden oder Sponsoring angewiesen. Auch im 25.Jubiläumsjahr Grünaus sind es die Gewerbetreibenden, die private Wohnungswirtschaft, aber auch Privatpersonen, die etwas für die Belebung der Grünauer Kulurlandschaft tun. Ob es das »Allee-Center« ist, welches in seinem Haus den Kultursommer eröffnete und die anfallenden Druckkosten für das Parkfest übernahm, oder die Sparkasse Leipzig, die die Vereinsarbeit des KOMM e.V. traditionell mit 5.000 DM unterstützte und dem KOMM-Haus die Büroausstattung aus der alten Geschäftsstelle Brackestraße überließ. Zu nennen ist auch die Wohnungsbaugenossenschaft »KONTAKT«, die unsere Grünauer Kindernacht im Dezember finanziell großzügig unterstützt. Hervorzuheben sind auch private Initiativen, wie die von Lutz Rodenhauser und Grünau Network, die schon im 4. Jahr die Internetseiten www.gruenau-online.de und www.gruen-as.de gestalten, betreuen und sie tagfrisch, ohne jegliche Unterstützung, ins Netz stellen. Ein Dankeschön an die »Pfiffige Einkaufs Passage«, welche die Hüpfburg für das Parkfest zur Verfügung stellte und die WG Unitas, die einen Hauptpreis für die Parkfesttombola spendierte und die Buchstaben für die großen Banner des Festes durch ihre Werbefirma aufkleben ließ. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Organisatoren des Parkfestes sorgte wie immer die Markranstädter Fleisch- und Wurstwaren GmbH und zur Ausgestaltung des Programms trugen das Autohaus Heil und die Wohnungsgenossenschaft »Transport« bei. Das Feuerwerk wurde erst möglich durch eine Spende von »Immobilien Krulich« und dem »Forum Grünau«. Da wir hier nicht allen danken können, werden wir dies Ende des Jahres noch einmal tun und alle anderen Sponsoren in unserem »Grün-As« würdigen.

Uwe Walther, KOMM e.V.
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