Grün-As
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Unterricht - mal anders

BildGruppenfoto in der evang.-luth. Pauluskirche in Grünau.

Am Freitag, dem 28.11. 2003, besichtigten wir, die Klasse 7 III des Lichtenberg- Gymnasiums, im Rahmen eines Projekttages mehrere Kirchen unserer Stadt. Los ging es zu Fuß in die evangelisch-lutherische Pauluskirche in Grünau. Uns wurde einiges Wissenswertes über die Grundidee des Kirchenbaus berichtet, so zum Beispiel über das hohe, spitze Dach: es soll ein schützendes Zelt für das wandernde Gottesvolk symbolisieren. Die großen Glasflächen stellen die enge Verbindung zwischen innen und außen dar.

Nun stiegen wir in einen extra für uns gemieteten Bus, der uns durch den Westteil der Stadt in den Norden brachte. Nach der von Frau Kolbe mit vielen Informationen ausgeschmückten Fahrt kamen wir in der nächsten Kirche an, besser gesagt an einem Kloster. Hier leben Dominikanerinnen und Dominikaner wie Schwestern und Brüder zusammen. Erstmals wurde das Kloster 1240 eingeweiht, im Zuge der Reformation aufgelöst und erst 1998 wiedereröffnet.

Mit dem Bus ging es bald zum nächsten Halt, der evangelisch-reformierten Kirche am Tröndlingring. Ursprünglich kamen die Gläubigen, früher Hugenotten genannt, aus Frankreich, wo sie Ende des 17. Jahrhunderts vertrieben wurden. Nach langen Verhandlungen mit den Stadtvätern konnte 1899 endlich ihr erster Kirchenbau in Leipzig eingeweiht werden, der verschiedene Stilrichtungen der Renaissance vereint. Wie in jeder christlichen Kirche gibt es auch hier Kreuze, nur eben im Geländer der Empore »versteckt«; die Kerzen entdeckten wir in den Leuchtern, aber elektrisch betrieben.

Weiter ging es zum letzten Halt: zum Gemeindehaus der Mormonen. Die Kirche, deren Gläubige eigentlich den Namen ihres Gebetsbuches »Mormon« tragen, wurde 1830 von Joseph Smith in Nordamerika gegründet. Seit 1986 können die Gemeindemitglieder ihr neu errichtetes Gebäude in der Oeserstraße nutzen. Große religiöse Feste finden in Tempeln, zum Beispiel in Freiberg, statt.

BildGespannt lauschen die Schüler des Lichtenberg-Gymnasiums.

Nach einem sehr interessanten, aber wegen der zahlreichen Informationen auch recht anstrengenden Tag fuhren wir zur Schule zurück - nun jedoch mit der »Elektrischen«. Unser besonderer Dank gilt Frau Kolbe, die für uns diesen Tag organisierte und gestaltete!
Alexander Quack

Hinweis der Redaktion: Die Rundfahrt »Das unbekannte Leipzig - Vielfalt der Konfessionen« ist ein Angebot der LeipzigErleben GmbH und kann dort unter der Telefonnummer 7104 230 gebucht werden, z.B. als eine Ergänzung des Ethik- und/oder Religionsunterrichts oder als Lehrerweiterbildung. Die Auswahl der Kirchen wird mit dem Kunden abgesprochen, es sind also auch mehr Kirchen und andere Kirchen-Besichtigungen möglich.

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