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13. Grünauer Kultursommer

Grünau. Kultur. Leben.

Nach diesem Sommer werden alle Kulturinteressierten Leipzigs begeistert sein. »Was sind schon Kahei und Karli«, werden sie sich fragen. Die Antwort: Nichts im Vergleich zu 8,7 Quadratkilometer Grünauer Kultur. Denn die hiesigen unermüdlichen Akteure haben wieder eine Vielzahl von Aktivi- und Festivitäten an den verschiedensten Orten des Stadtteils gestemmt. Mit insgesamt 63 Veranstaltungen ist das diesjährige Programm vom 13. Juni bis 13. September dicht gespickt mit Highlights der Extraklasse - wie das »so oder so 2008 Festival« der IG pop am 29. August -, echten Dauerbrennern - wie dem 15. Schönauer Parkfest am letzten Augustwochenende - und solchen, die es noch werden wollen. Begleitend finden in diesem Zeitraum elf Ausstellungen statt. Ein kultureller Sommer im Leipziger Westen also, der seinem Motto »Grünau. Kultur. Leben.« wahrlich zur Ehre gereicht.

Ein Highlight wird der Kabarett-Abend mit den DDR-LegendInnen Astrid Bless und Dorit Gäbler, am 13. Juni, 20 Uhr im KOMM-Haus sein, bevor einen Tag später, am 14. Juni, der KuSo 2008 offiziell in der Pauluskirche durch Kulturamtsleiterin Susanne Kucharski-Huniat und dem Ökumenischen Kinderchor eröffnet wird. Ein echter Bibelkrimi steht dann auf dem Spielplan - »Die Geschichte von Bileam und seiner gottesfürchtigen Eselin«. Wem das zu religiös daherkommt, dem sei verraten, dass es sich um ein Thema handelt, welches auch heute nichts von seiner Aktualität verloren hat: Von Verlockungen durch Reichtum und Macht. Im Anschluss sind alle Grünauerinnen und Grünauer bei schönem Wetter in den Garten der evangelischen Kirchgemeinde eingeladen, um sich dort zu begegnen, zu unterhalten und - wie kann es anders sein im Kultursommer - der Musik zu lauschen. Selbige erklingt in Jazz-Form vom Ensemble »Piano Company«.

Neben den vielen, mittlerweile schon zur guten Tradition gewordenen Veranstaltungen wie dem Lesefest im Kreativzentrum (26.06.), dem Tanzfest im Allee-Center (05.07.), dem Open-Air-Konzert im Robert-Koch-Park (20.07.) oder der Brückenperformance auf der Stuttgarter Allee (12.09.), gelingt es den beteiligten Akteuren auch immer wieder neue, besondere und einmalige Acts dem geneigten Zuschauer und -hörer anzubieten. So finden dieses Jahr die erste Grafikbörse (21.06.) und die erste Skulpturenwerkstatt (06.09.) im Kreativzentrum statt, bietet das KOMM-Haus einen Blick hinter die Kulissen eines Puppentheaters (15.07.) oder lädt der Lipsia-Club alle Schulanfänger zum Zuckertütenfest (13.08.) ein.

Cineasten kommen im August voll auf ihre Kosten. Sei es auf der Dachterrasse des Ökumenischen Gästehauses, wo jeden Dienstag Sommerkino fernab der Mainstream-Filmindustrie gezeigt wird, oder während der IG pop-Serie »Das irre Kino«. Letztere hat sich zur Aufgabe gemacht, ungewöhnliche Filme und ungewöhnliche Musik an ungewöhnlichen Plätzen zu präsentieren. Zum Programm am 23. August gehören Dokumentar-, Experimental- und Animationsfilme aus Leipzig und von anderswo. Man darf gespannt sein. Kein gelungener Kultursommer ohne Schauspielzunft. So wird das Kinder- und Jugendtheater Theatrium vier verschiedene Stücke (»Der letzte Ausweg«; die Premiere von »GeMeinSaM-einSaM«; »Macbeth« und »Willkommen auf Schloss Fördom«) zum Besten geben, während sich das KOMM-Haus am 12. August mit »Die Ritter der Kokosnuss oder die Suche nach dem Heiligen Gral« einen, auch auf der Bühne wahrhaft kultverdächtigen Monty Python-Klassiker eingeladen hat. Jan Mixa und seine Kollegen stehen stets für gute Laune und sollte man daher auf gar keinen Fall verpassen.

Egal, ob Ihnen der Sinn nach klassischer oder popiger Unterhaltung, nach Festen, Festivals oder ruhigen Abenden, nach Theater, Ausstellung oder einer Lesung steht, ob Sie bespielt werden wollen oder lieber selber spielen - Sie brauchen Grünau gar nicht mehr verlassen. Denn in den nächsten drei Monaten kommen Sie hier kulturell voll auf Ihre Kosten und Kahei und Karli sind vergessen.

kmn
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