Grün-As

KWL baut weiter

Wasserwerke schließen Siedlung Grünau an das Schmutzwassernetz an

Die KWL - Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH hat mit der schmutzwasserseitigen Erschließung der Siedlung Grünau begonnen. In vier Bauabschnitten errichtet die KWL dort bis Mitte 2014 die komplette, rund 5,8 Kilometer lange Kanalisation zur Ableitung des Schmutzwassers. Das Unternehmen investiert dafür rund drei Millionen Euro.

»Die Anbindung der Siedlung ist Teil der größten abwasserseitigen Erschließungsmaßnahme der KWL - für insgesamt rund sechs Millionen Euro binden wir neben der Siedlung Grünau seit 2009 auch die benachbarte Kirschbergsiedlung an die zentrale Abwasserentsorgung an«, sagt der technische Geschäftsführer der KWL, Dr. Ulrich Meyer. Grund für die Anbindung ist unter anderem der Bevölkerungszuwachs in diesem Gebiet, das ursprünglich als dezentraler Standort geplant war.

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Beginn der Erschließungsmaßnahme der KWL in der Kirschbergsiedlung (Alte Salzstraße) im Jahr 2010

Arbeiten im ersten Bauabschnitt bis Ende des Jahres

Die Siedlung Grünau erstreckt sich zwischen der Ratzelstraße, der Schönauer Straße, dem Lausner Weg und dem Blaufichtenweg. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich zunächst über den Bereich vom Lausner Weg zwischen Schönauer Straße und Kulmbacher Straße, Kulmbacher Straße und dem östlichen Teil der Bamberger Straße. Die Arbeiten dort sollen bis voraussichtlich bis Mitte Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein.

320 Grundstücke werden ans zentrale Netz angebunden

Im gesamten, rund 80 Hektar großen Wohnviertel verlegt die KWL rund 5,8 Kilometer Schmutzwasserkanäle mit Durchmessern zwischen 20 und 25 Zentimetern und die benötigten Schmutzwasserhausanschlüsse für 320 Grundstücke. Zudem nutzt die KWL die Arbeiten, um im Rahmen ihres Programms »Trinken Sie bleifrei« auch mehr als 70 bleihaltige Trinkwasserhausanschlüsse auszutauschen.

»Mit der Fertigstellung der Schmutzwasseranschlüsse wird die Entwässerung sukzessive umgestaltet - bestehende abflusslose Gruben oder Kleinkläranlagen können dann stillgelegt werden«, erläutert Meyer. Für den Zeitraum der Arbeiten ist in den Straßenzügen Anliegerverkehr gewährleistet. Für alle weiteren Verkehrsteilnehmer sind die Straßen voll- bzw. teilgesperrt.

Regionale Firmen realisieren Maßnahmen

Die Arbeiten realisieren Firmen aus Leipzig und Umgebung. Damit trägt die KWL ihrem Anspruch der regionalen Wertschöpfung Rechnung. 2010 hat das Unternehmen rund 79 Prozent seiner Aufträge für Planungs-, Bau- und sonstige Leistungen an Firmen aus Leipzig und Umgebung vergeben - mehr als 34 Millionen Euro gelangten so in die Auftragsbücher regionaler Unternehmen.

Info: KWL Kommunale Wasserwerke Leipzig
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