Grün-As

Vorschau 2013

Nachdem wir in der Vorschau des letzten Jahres die Gewinner zweier Präsidentenwahlen, den Abgang unseres Bundespräsidenten und den Ausfall des Weltuntergangs vorhersagten, werden wir dieses Jahr Zurückhaltung üben.

Dieses Jahr stehen gleich zwei Wahlen für die Leipziger an: die Bundestagswahl am 22. September (oder irgendwann zwischen dem 28. August und dem 27. Oktober 2013) und die Oberbürgermeisterwahl am 27. Januar. Sollte kein OBM-Kandidat die absolute Mehrheit erhalten, gibt es am 17. Februar eine Neuwahl, bei der dann die einfache Mehrheit der Stimmen reicht.

Die Bekassine ist Vogel des Jahres, der Braungrüne Zärtling ist Pilz des Jahres und die Forelle ist der Fisch des Jahres. Der Holzapfel ist Baum des Jahres, das Leberblümchen ist Blume des Jahres und das Purpur-Knabenkraut ist Orchidee des Jahres. Außerdem ist die Schlingnatter Reptil des Jahres, der Sumpfwiesen-Perlmuttfalter ist Schmetterling des Jahres und Grün-As ist die Zeitung des Jahres.

Am 10. Januar vor genau 150 Jahren wurde die erste U-Bahn der Welt eröffnet - die Metropolitan Railway in London. Leipzig hinkt etwas nach. Ende des Jahres soll dann die U-Bahn - die bei uns die S-Bahn ist - durch den City-Tunnel fahren. Hoffentlich auch nach Grünau.

Am Rande von Grünau wird ja derweilen am nächsten Großprojekt gebuddelt: Ein Kanal zwischen Luisenbrücke und Lindenauer Hafen - so um die 250 Meter - mit einer Marina. Weiter finstere Sachen passieren am 25. April und am 19. Oktober mit dem Mond: eine partielle Finsternis und eine Halbschattenfinsternis.

Am 18. Oktober gedenken wir eines Krieges der in und um Leipzig 90000 Todesopfer forderte. Vom 16. bis zum 19. Oktober 1813 kämpften rund 600000 Soldaten bei der größten Feldschlacht der Welt: der Völkerschlacht bei Leipzig. Nach der Schlacht grassierte Typhus. Zahlreiche Verwundete und Leipziger starben.

Hundert Jahre nach der Schlacht - am 18. Oktober 1913 - wurde zur Erinnerung das Völkerschlachtdenkmal fertiggestellt und eingeweiht - dort wo die heftigsten Kämpfe stattfanden und die meisten Soldaten fielen. Einen Tag zuvor wurde in Leipzig die St.-Alexi-Gedächtniskirche zur Russischen Ehre für die 22000 russischen Gefallenen geweiht. Die Leipziger nennen sie einfach Russische Kirche.

Lutz Rodenhauser
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