Grün-As

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, was habe ich seit dem 1. Januar 0.00 Uhr nicht alles für Hände geschüttelt, bin wildfremden Menschen um den Hals gefallen, habe gedrückt, »gebusselt«, zig Nachrichten via Handy sowie Mails verschickt und Allen, die ich so kenne, ein »gesundes neues Jahr« gewünscht. Dabei ist mir einmal mehr aufgefallen, dass man im Überschwang der eigenen, nicht zu erklärenden Emotionalität, Dinge tut und sagt, die man sich unter normalen Umständen eher verkneift. Nicht etwa, weil man es im Alltag nicht so meinen würde. Sondern viel eher darum, weil es die besonderen Momente im Leben sind, die es vermögen, Menschen einander näher zu bringen.

Der Jahreswechsel - obwohl lediglich ein von der zivilisatorischen Gesellschaft festgelegtes Datum, das rein nüchtern betrachtet gerade einmal eine neue Jahreszahl hervorbringt - ist aufgrund der vielen eigenen Hoffnungen, Erwartungen, Wünsche, Ängste, Ziele und Pläne immer wieder aufs Neue ein solcher Moment. Einer, den man teilen möchte. An dem man selbst seinen ärgsten Widersachern nur das Beste wünscht.

Apropos Widersacher: Tatsächlich habe ich mich als politisch interessierter Mensch gefragt, wie wohl unsere OBM-Kandidaten ihr Silvester verbracht haben. So kurz vor einer eventuell derart einschneidenden Veränderung im persönlichen Leben eines jeden von ihnen (mit Ausnahme des Amtsinhabers vielleicht), müssen deren Neujahrswünsche doch weit über denen eines Normal- Leipzigers rangiert haben. Sowohl, was die eigenen betrifft, als auch die von geneigten Wählern, Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern. Wessen Jahr nun mit einem Sieg im Kampf ums Rathaus beginnt, wird sich in Kürze herausstellen. Möge derjenige gewinnen, der Leipzig im Allgemeinen und speziell Grünau nach vorne bringen kann.

Auch wenn es nur ein Datum ist, so birgt doch der Beginn eines neuen Jahres, immer auch einen guten Anlass zu einem Ausblick auf kommende Ereignisse. Was also steht dem Stadtteil 2013 bevor? Alle Veränderungen und Begebenheiten kann man selbstverständlich nicht vorhersehen, aber einige Dinge lassen sich schon jetzt benennen: So werden die Baumaßnahmen im WK 5.1 das Gesicht Grünaus entscheidend verändern und bestenfalls für eine Aufwertung des Quartiers sorgen. Zudem dürfte die geplante Stilllegung des Elfgeschossers in der Breisgaustraße auch weiterhin für Gesprächsstoff sorgen. Im Frühjahr steht dann eine für den Stadtteil immens wichtige Entscheidung an - nämlich, ob die S-Bahn ab Dezember wie geplant wieder nach und durch Grünau fährt und der Sommer gehört wie jedes Jahr dem kulturellen Leben im Kiez.

Das Redaktionsteam wird auch weiterhin bemüht sein, Sie liebe Leser, darüber auf dem Laufenden zu halten, was in Grünau geschieht. Selbstkritisch gebe ich zu, dass uns das nicht immer und im ausreichenden Maße gelingt, aber wir geben unser Bestes. Scheuen Sie sich nicht davor, uns Ihre Kritik und Anregungen zu schicken - das »Grün-As« versteht sich noch immer als Stadtteilzeitung, das von Grünauern und für Grünauer gemacht wird.

Schlussendlich möchte ich noch die letzten Wünsche für dieses Jahr loswerden - und zwar an Sie. Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein gesundes und glückliches Jahr 2013. Möge es in jeder Hinsicht ein gutes werden...

Ihre Klaudia Naceur
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