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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

St. Martin unterstützt Initiative gegen Winter-Abschiebungen

Die katholische Pfarrei in Leipzig-Grünau unterstützt die aktuelle Initiative »Keine Winterabschiebung in Sachsen: Asyl ist eine Frage der Menschlichkeit!« von Dr. Andreas Knapp. Der Theologe und Schriftsteller ist aktives Gemeindemitglied und lebt in einer Ordensgemeinschaft inmitten des Stadtteils.

»Die Herbergssuche ist ein bekanntes weihnachtliches Motiv, das mich in diesen Tagen ganz besonders beunruhigt«, erklärt Knapp. Asylsuchende würden aus Sachsen »eiskalt abgeschoben« - ohne Rücksicht auf die klimatischen Bedingungen ihrer Herkunftsländer.

Alarmierend ist diese Praxis auch deshalb, weil der Freistaat Sachsen bundesweit trauriger Rekordhalter in puncto Abschiebungen ist - ganz anders als Thüringen, das unter der alten und neuen Landesregierung auf Winterabschiebungen verzichtet.

Mit einer Petition wollten Andreas Knapp und Britta Taddiken, die Pfarrerin der Thomaskirche, die sächsische Landesregierung zu menschlicherem Handeln bewegen. Eberhard Thieme, Pfarrer von Sankt Martin: »Der Namenspatron der Grünauer Katholiken hat einst seinen Mantel mit einem Bettler geteilt und ihn vor dem Tod bewahrt. Wenn wir Roma nun in die Slums abschieben, nehmen wir ihnen sehenden Auges den Mantel weg.«

In den Gottesdiensten rund um das Weihnachtsfest 2014 wurden die Besucher von Sankt Martin für das Thema sensibilisiert und auf die Petition hin gewiesen.

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Selbsthilfe für Lungenerkrankte

Das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe für Chronische Lungenerkrankungen findet am 21. Januar, um 15.30 Uhr in der Villa im Park der Robert-Koch-Klink, Nikolai-Rumjanzew-Straße 100, statt. Der leitende Physiotherapeut informiert über Atemnot, mögliche Gymnastik und Lungensport. Interessierte können sich bereits vorab bei Frau Seidel anmelden (Telefon: 9 91 46 88).

Lungenerkrankungen werden oft sehr spät diagnostiziert. Betroffene Patienten haben ständig Atemnot und sind dadurch nur eingeschränkt leistungsfähig. Ein enormer Leidensdruck beeinträchtigt die Lebensqualität. Patienten fühlen sich überfordert und alleingelassen, ziehen sich zurück und verringern zunehmend soziale Kontakte. Spätestens hier sollten Hilfsangebote gesucht und in Anspruch genommen werden. Der Austausch in der Selbsthilfegruppe über Alltagsprobleme, beispielsweise mit der Sauerstoffbrille, ist neben der fachärztlichen Behandlung sehr hilfreich.

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