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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Wasser marsch!

Flutung der Gewässerverbindung »Karl-Heine-Kanal – Lindenauer Hafen«

Im Stadtteil Leipzig-Neulindenau hat am 29. Januar die Flutung der Gewässerverbindung »Karl-Heine-Kanal – Lindenauer Hafen« begonnen. Die vorbereitete Kanalrinne wurde dosiert mit Wasser aus dem Karl-Heine-Kanal gefüllt. Noch vor der für Anfang Juli geplanten offiziellen Einweihungsfeier für alle Bürgerinnen und Bürger sollen auch die Pflanz- und Oberflächenarbeiten abgeschlossen sein.

Eckdaten Wasserbau
Länge und Breite: ca. 665 Meter und 10 bis 12 Meter
Wasserspiegellage:
107,00 müNN
Gewässersohle:
105,00 müNN
Aushub:
circa 200.000 Kubikmeter
Baukosten: circa 5,7 Mio Euro
Finanzierung:
durch Eigenmittel und die Förderprogramme »Jessica« und »Stadtumbau Ost«
Bauzeit: Juli 2013 bis Juni 2015
Baubegleitende Lose:
Freianlagen: Realisierung bis Juni 2015, Baukosten circa 1,07 Millionen Euro
Brückenbau: Realisierung bis März 2015, Baukosten circa 135.000 Euro

»Der Lindenauer Hafen ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte Leipzigs«, hob Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung beim symbolischen Akt nahe der Luisenbrücke hervor. »Mit der Flutung der Gewässerverbindung geht nicht nur ein lang gehegter Wunsch der Leipziger in Erfüllung, sondern wird auch erstmals der Reiz der künftigen MARINA Leipzig-Lindenau für Bürger und potenzielle Investoren wirklich sichtbar.«

Das kontrollierte Einleiten des Wassers aus dem Karl-Heine-Kanal war einer der wichtigsten Schritte zur Umsetzung des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes Leipziger Neuseenland. Am 12. September 2012 hatte es den ersten Spatenstich für die 665 Meter lange Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen gegeben (»Grün-As« berichtete). Der Wasserbau begann im Juli 2013.

»Schon seit 1998 laufen die Planungen für die Gewässerverbindung vom Karl-Heine-Kanal zum Lindenauer Hafen«, erläutert Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. »Die Pläne wurden durch die Bewerbung Leipzigs für die Olympischen Spiele 2012 stark in ihrer Struktur geändert, weil das olympische Dorf im Lindenauer Hafen angesiedelt werden sollte«. Ursprünglich an einem natürlichem Flusslauf orientiert, bekam der Kanal nun eine stark städtebaulich geprägte Ausformung. Das Aus für Olympia kam, doch die Pläne für die Anbindung blieben bestehen.

Bild
Neue Gewässerverbindung unter der Luisenbrücke

»Das in den Jahren 2005 bis 2007 erarbeitete Wassertouristische Nutzungskonzept hat für das Leipziger Neuseenland klar bestätigt, wie notwendig die Anbindung des Karl-Heine-Kanals an den Lindenauer Hafen, den Saale-Elster-Kanal und an die Saale ist. Die gleiche Aussage trifft das Tourismuswirtschaftliche Gesamtkonzept, das sich gerade in der Fertigstellung befindet, für die mitteldeutsche Seenlandschaft«, so Rosenthal weiter.

Dorothee Dubrau betonte: »Für die im Zuge der Entwicklung des Lindenauer Hafens durch die Stadt neu erschlossenen Wohnungsbaugrundstücke führt die Stadt gemeinsam mit der städtischen Gesellschaft zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH (LESG) ein Investoren-Auswahlverfahren durch. Ziel dieses Verfahrens, das bei den Interessenten auf breite Zustimmung stieß, ist auf Basis eines vom Stadtrat festgesetzten Mindestpreises vor allem die Sicherung der wohnungspolitischen und qualitativen Ziele für das neue Stadtquartier und eine zeitliche Koordinierung der Investoren.«

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