Grün-As
Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

20 Jahre KOMM e.V.

Bürgerverein mit rundem Geburtstag

Leibe Leserinnen und Leser, ein runder Geburtstag oder Jahrestag wird ja oft genutzt, um Bilanz zu ziehen, was wurde erreicht und welche Pläne gibt es, wer stand hilfreich zur Seite, was ging vielleicht richtig schief, was waren unvergessliche Momente. Einen solchen Anlass gab es im Januar. Der KOMM e. V. – Verein für Kultur und Kommunikation Leipzig-Grünau – wurde vor 20 Jahren, am 11. Januar 1995 gegründet.

Angefangen hatte die Geschichte mit dem Stammtisch Grünau der Volkshochschule, wo sich engagierte Leute trafen, um im Stadtteil etwas zu bewegen. Schnell wurde klar, dass es dafür einer umfassenden Information und Kommunikation bedarf – zum Beispiel durch eine Stadtteilzeitung. Dafür brauchte man aber einen verantwortlichen Träger, den es jedoch nicht gab. Also blieb nur, selbst einen Verein zu gründen. Dieser sollte aber mehr leisten, als ausschließlich eine Stadtteilzeitung herauszugeben. So entstand der KOMM e.V. als stadtteilorientierter Bürgerverein.

Es war schon nicht einfach, alles so zu formulieren und zu organisieren, dass das Finanzamt die Gemeinnützigkeit anerkennen konnte. Wie das aber so ist im Leben, kommt manchmal unerwartet Hilfe. In unserem Fall war es ein Bauingenieur »aus dem Westen«. Friedrich Hornik war nach der Wende bis zu seiner Pensionierung in Leipzig bei einem Bauunternehmen tätig und wohnte in dieser Zeit in einem Elfgeschosser in der Zingster Straße – ganz bewusst von ihm gewählt, denn er betonte immer wieder seinen großen Respekt vor der Leistung der Bauschaffenden zu DDR-Zeiten. Er übernahm bei unserer Gründungsversammlung spontan die Wahlleitung und stand uns mit seinem großen Wissen über Vereinsarbeit jahrelang hilfreich zur Seite.

Kaum gegründet standen auch schon große Aufgaben vor uns. Der 20. »Geburtstag Grünaus« 1996 sollte ein ganzjähriges Festjahr werden – öffentlichkeitswirksam, mit vielen Partnern und unterschiedlichsten Veranstaltungen. Kontakte wurden hergestellt, geguckt, wer was einbringen kann, was stößt auf Interesse bei den Grünauern, wer verfügt über spezifische Möglichkeiten. Es war ein Geben und Nehmen, und wir haben uns natürlich auch gestrubbelt.

Wenn ich mir heute – in Vorbereitung auf das 40. Jubiläumsjahr 2016 – den dicken Hefter mit all den Unterlagen noch mal zur Hand nehme, dann wird deutlich, dass vor 20 Jahren die breite Basis der Stadtteilarbeit geschaffen wurde. Den langen Atem dabei erkennt man daran, dass es einige der damals initiierten Veranstaltungen immer noch gibt – als etablierter Bestandteil des soziokulturellen Lebens in Grünau wie unsere jährlich nach Ostern stattfindende Kleintierausstellung.

All unseren Partnern, Mitstreitern, Unterstützern, Gästen und Besuchern ein herzliches Dankeschön, dass wir in den vergangenen 20 Jahren so viele gemeinsame Projekte und Ideen entwickeln und umsetzen konnten. In der Hoffnung auf eine auch zukünftig erfolgreiche und kreative Zusammenarbeit im Stadtteil, bei der die Freude am Gestalten und ein achtsames Miteinander im Mittelpunkt stehen, verbleibe ich

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