Grün-As
Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Sieben Jahre Kolonnadengarten

Eine Erfolgsgeschichte

Entstanden ist unser grünes Kleinod im Rahmen einer Ausschreibung des Bauministeriums, getragen durch den Optimismus und das Engagement einer kleinen Gruppe von Mitbürgern, trotz der prognostizierten kurzen Überlebenszeit des Projektes wegen befürchtetem Vandalismus. Heute hat sich das damalige Los aus 27 Projekten in der Republik zu einem heimlichen aber wirksamen Hauptgewinn gemausert.

Wieso? Sorgt unser Garten doch für Verwunderung und Erstaunen bei all seinen Entdeckern. Inmitten der verpönten »Platte« hat bisher keiner solch ein Projekt vermutet. Hier pulsiert noch immer das Leben, herrscht Frohsinn, Heiterkeit während es andere, einst mit Preisen geehrte Projekte aus den unterschiedlichsten Gründen längst nicht mehr gibt.

Hier finden Mitbürger jeden Alters eine Oase der Ruhe, Entspannung, Erholung und Erbauung. Kinder erleben die Natur auf unterschiedliche Weise, Großeltern werden zu Spaziergängen animiert – wegen »Hugo« des Karpfens und der anderen bunten Fische. Schlaganfallpatienten entdecken ihre Sinne wieder (die heilsame Kraft der Natur, oft belächelt und unterschätzt, wirkt und bekommt plötzlich ein Gesicht). Familienangehörigen aus Nah und Fern wird DER GARTEN als sehenswertes Extra im Besuchsprogramm präsentiert.

Zu dieser Erfolgsgeschichte tragen vor allem die Beetpaten mit der Ausübung ihres Hobbys ganz wesentlich bei – deshalb ein großes Dankeschön an alle Aktiven und Ehemaligen. Wie man erleben kann, sorgen sich viele um diesen Garten. Und dennoch brauchen wir dringend eine Verjüngung in den Reihen der botanischen Helfer. Allein den Garten auf dem Niveau zu halten wie er einmal projektiert wurde, erfordert schon allerhand Mühe.

Es reicht eben leider nicht, wenn wir national und internationale Bekanntheit erlangen – immerhin sind Besuche aus China, Südkorea, Benin, Nigeria, Dubai, Ägypten, Syrien sowie aus vielen der neuen und alten Bundesländer zu verzeichnen, ebenso steuern Seminargruppen der Architektur und Geologie, Bildungsurlauber und Volkshochschulveranstaltungen den Garten als Ziel an – es gilt aber die Arbeit im Kleinen zu tun. Das heißt: Auch das letzte sich verirrte Beikraut will entfernt und die nächste Veranstaltung organisiert sein.

Für Interessenten und ihre Angebote gibt es einen Briefkasten am Gartenhaus. Viele liebe Grüße und alle guten Wünsche an die geneigte Leserschaft sendet das Gartenhelferteam des Kolonnadengartens »Alte Salzstraße« und hofft auf gesundes Wiedersehen.

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