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Neues von den »Allee-Center-Kids«

Vor einiger Zeit gab es erregte Diskussionen zur Problematik von Jugendlichen in der Nähe des Allee-Centers. Diese treffen sich dort in schöner Regelmäßigkeit, um mehr oder weniger ungestört für sich zu sein.

Für einige Anwohner und Kunden ein Ärgernis. Denn es lässt sich nicht nur ein erhöhter Alkoholkonsum beobachten, sondern es kommt im Umfeld der Gruppe immer wieder auch zu Ordnungswidrigkeiten und hin und wieder auch zu Straftaten. Nachdem der Stadtbezirksbeirat dieses Problem mehrfach der Stadt angezeigt hatte, ohne dass es hierzu nennenswerte Reaktionen gegeben hätte, ist inzwischen ein Problembewusstsein entstanden.

Anlass war der offene Brief von Stadtbezirksbeirat und Quartiersrat Anfang des Jahres. Diesen zum Anlass nehmend, wurden erneut Vertreter des Beirates in den zuständigen Ausschuss des Stadtrates eingeladen, ein Treffen von Center- und Quartiersmanagement mit einem Teil der Jugendlichen fand statt und der runde Tisch arbeitet inzwischen durchgängig.

Klar ist allen Beteiligten, dass eine Verdrängung, etwa durch Alkoholverbotszonen das Problem nicht lösen wird und auch die Polizei nicht in der Lage ist, ständig in Mannschaftsstärke vor Ort zu sein. Klar ist auch, dass die Jugendlichen durch klassische Angebote der Sozialarbeit nicht erreicht werden, da die Entscheidung, sich im freien Raum zu treffen, vor allen Dingen darauf beruht, dass man hier weitgehend ungestört ist.

Das Problem ist bei allen Beteiligten angekommen. So soll die Arbeit des runden Tisches, im Sinne eines frühzeitigen Austauschs und Lösungsdiskussion, verstetigt werden. Das Allee-Center ist versucht, alternative Angebote für die Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Weiterhin gibt es inzwischen im Stadtrat die Initiative, ein Modellprojekt jugendbezogener Sportsozialarbeit einzurichten, um die Jugendlichen direkt vor Ort mit niedrigschwelligen Angeboten anzusprechen.

Ebenso wird sich der zuständige Ausschuss intensiver mit der Problematik beschäftigen und regelmäßig - vierteljährlich - soll es hierzu einen Austausch mit den Aktiven vor Ort geben. Viele gute Ansätze sind also inzwischen vorhanden. Diese gilt es nun, aufzunehmen und auch umzusetzen.

Info: Jürgen Kasek
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