Grün-As

Ein Nachmittag der Freude

Am 16. Mai nach dem Mittagessen wird es unruhig im Senioren- und Pflegeheim des DRK in der Grünauer Allee. Für den Nachmittag ist eine Veranstaltung mit klassischer Musik angekündigt. Neues im Leben der Bewohner. Was da wohl auf uns zukommt?

Gegen 14 Uhr ist es so weit: Die ersten Bewohner finden sich im Veranstaltungssaal ein. Andere werden von Pflegerinnen und Pflegern gebracht, da sie auf den Rollstuhl angewiesen sind. Angehörige einiger Bewohner sind ebenfalls anwesend und alle haben ihren Platz im angemessen ausgestalteten Saal gefunden. Die Veranstaltung wird von der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation unter dem Motto »Musik am Nachmittag« gesponsert.

Durch das Programm führt uns Kerstin Wünsch, die selbst als Sängerin auftritt. Geboten werden Lieder von Max Reger, Robert Schuhmann und auch anderer Komponisten, die von Frau Wünsch kurz und prägnant vorgestellt werden. Sie als Sängerin (Mezzosopran) und ihr Team - Susanne Fiedler (Klavier) und Stephan Wünsch (Violincello) beeindrucken die Anwesenden. Es ist schon eine Freude zu sehen, wie diese musikalischen Darbietungen auf die Bewohner wirken, zumal diese auch selbst in das Singen von Liedern mit einbezogen werden.

Die Veranstaltung endet mit Wünschen für ein baldiges Wiedersehen. Besonderer Dank gilt auch den Pflegerinnen und Pflegern für die Organisation, Ausgestaltung und Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung. Denn sie hat Freude bereitet, ein Erlebnis gebracht und frühere Erlebnisse wiederbelebt.

Hintergrundinfo: »Musik am Nachmittag« lautet das Motto, unter dem die Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation bisher bereits 1500 Konzertnachmittage für über 375.000 ältere Menschen organisiert und finanziert hat. Die Konzerte sind kostenlos und finden bei Kaffee und Kuchen meist in besonders schönen historischen Räumen statt und sollen dazu beitragen, das Verständnis für klassische Musik zu fördern und den oft tristen Alltag älterer, sozial benachteiligter Menschen zu verbessern.

Joachim Bachmann
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