Grün-As

Sommer Klassik Open Air 2008

Die Schlesische Staatsoper Bytom präsentiert »Giuseppe Verdi - Nabucco«

Vorsichtig gehen die Blicke der Besucher immer wieder von der Bühne nach oben: »Hält sich das Wetter?« lautet die bange und meist gestellte Frage. Aber die Antwort ist immer dieselbe: Ja. Mit »NABUCCO« kommt das Open Air Wetter. Ob Regen oder Sonne, diese Oper begeisterte bisher schon Tausende von Zuschauern und wird dies mit Sicherheit auch weiterhin tun! Die Zuschauer sind schnell in den Bann gezogen. »Tolles Erlebnis«, »Tolle Stimmen«, »Die Aufführung gefällt mir äußerst gut.«, so oder ähnlich, sprechen immer wieder die Besucher der Open Air Aufführung.

In einer wunderschönen Kulisse, wie die des Kulkwitzer Sees, erwartet das Publikum mit Giuseppe Verdis Nabucco eine der größten Opern und zugleich ein wunderbares Openairspektakel. Es spielt die bekannte und renommierte Staatsoper Bytom, mit großem Chor, Orchester, Starsolisten und über 100 Mitwirkende in italienischer Originalsprache. Nabucco, die prachtvolle Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht. Man muss Guiseppe Verdis geniale Freiheitsoper mit dem weltberühmten Gefangenenchor wenigstens einmal unter freiem Himmel und in einer grandiosen Inszenierung erlebt haben. Unter der Stabführung von Tadeusz Serafin wird der gewaltige Chor der Gefangenen erklingen und mit einem Aufgebot an klangstarken und facettenreich singenden Solisten.

Eine kurze Zusammenfassung: Nabucco belagert mit seinen Truppen Jerusalem. Die bedrohten Juden nehmen seine Tochter Fenema als Geisel, die jedoch von Ismael gerettet wird. Sie kehrt zu ihrem Vater Nabucco zurück und wird kurz darauf Herrscherin von Babylon. Ihre Schwester Abigail will jedoch die Macht für sich allein. Sie verbreitet das Gerücht, dass Nabucco tot sei und entreißt der Schwester die Krone. In dem Moment taucht Nabucco auf. Er verlangt nun seinerseits, dass er als Herrscher und als Gott angebetet wird. Die himmlische Strafe für diese Gotteslästerung erfolgt sofort: Nabucco verliert den Verstand.

Abigail wird nun doch Königin. Sie lässt ihre Schwester Fenema, die sich zum Judentum bekannt hat, gefangen nehmen und erlässt ein Todesurteil für sie. Als Nabucco erkennt, dass er durch den Betrug das Todesurteil für sein eigenes Kind unterzeichnet hat, will er die Hinrichtung verhindern. Daraufhin lässt Abigail auch ihn einsperren. In seiner Verzweiflung wendet er sich dem Gott der Juden zu und fleht ihn um Rettung an. Da wird er von seinem Wahnsinn geheilt. Er ergreift ein Schwert und eilt, seine Tochter Fenema zu retten.

»Nabucco« markiert den Beginn der »Galeerenjahre« Verdis, in denen er sich von immer neuen Verträgen zum Schreiben von nicht immer erfolgreichen Opern treiben ließ. Der Begriff geht auf einen Brief Verdis von 1858 zurück: »Seit Nabucco habe ich sozusagen keine ruhige Stunde mehr gehabt. Sechzehn Jahre Galeerenarbeit«, schrieb der Komponist da - also von 1842 bis 1858. Zugleich war »Nabucco« der erste ganz große Erfolg Verdis auf der Opernbühne.

Der Kulkwitzer See in Markranstädt wird am Sonntag, den 20.7.2008, ab 20.00 Uhr, zur großen Opernfreilichtbühne. Der berühmte Gefangenenchor in der wunderschönen Kulisse des Kulkwitzer Sees, dürfte mit Sicherheit zu einem unvergesslichen Musikerlebnis für Jung und Alt werden.

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