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Sporthalle Mannheimer Straße wird teilsaniert

Die im April 2010 wegen eines Brandes ersatzlos geschlossene Sporthalle in der Mannheimer Straße wird für knapp 490.000 Euro teilsaniert, beschloss die Stadt Leipzig auf einer Sitzung am 23. Mai. Die Grundlage zum Beschluss bildet die erforderliche Beseitigung von DIN-Mängeln in Leipzigs Sporthallen. Demnach sind bauliche Maßnahmen vorzunehmen, um den gültigen Anforderungen an Brand- und Schallschutz sowie den Unfallverhütungsvorschriften zu genügen.

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Sporthalle Mannheimer Straße

Die Sporthalle soll nach der Teilsanierung wieder vorrangig Sportvereinen mit den Hallenspielsportarten zur Verfügung gestellt werden, weil für diese ein erheblicher Fehlbedarf an Sporthallenfläche in der Stadt Leipzig besteht. Gegenstand der beschlossenen Vorlage sind in Abstimmung mit der Brandfolgenbeseitigung die DIN-Mängelbeseitigung in der Sporthalle, die DIN- Mängelbeseitigung im Turnsaal, die Mängelbeseitigung und Sanierung der Fassadenverglasung und -verkleidung sowie die Modernisierung der Heizung. Zudem werden die Lüftungsanlagen modernisiert und der Umkleidetrakt saniert.

Die Sporthalle Mannheimer Straße wurde bis zum Brandschaden im April 2010 vom Schul-, Vereins- und Freizeitsport genutzt. Dabei wurden vorrangig Basketball, Volleyball, Handball und Badminton ausgeübt bzw. unterrichtet. Für den wöchentlichen Trainings- und Lehrbetrieb standen diverse Einbauten und mobile Geräte zur Verfügung. Die Halle wurde aber auch an Wochenenden für den Wettkampf- und Punktspielbetrieb von Sportvereinen genutzt. Weil die Kosten der geplanten Maßnahmen höher als 250.000 Euro sind, erfordern sie einen Baubeschluss.

Das eingeschossige Gebäude wurde als DDR-Typenbau in den 70er Jahren errichtet. Es ist in die Nutzungsbereiche Sporthalle, einen Südanbau mit Turnsaal, Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie einen Westanbau mit Umkleide-, Sanitär- und Geräteräumen untergliedert. Der konstruktive Aufbau besteht aus einer Stützen-Riegel-Tragkonstruktion aus Stahl, verputztem Mauerwerk im Westanbau und gelbem Klinkersichtmauerwerk in den Hallenräumen. Wand und Dach bestehen aus an der tragenden Konstruktion befestigten fünf Zentimeter dicken Sandwichelementen. Die transparente Fassadenverglasung besteht aus vorgehängter Stahlrahmenkonstruktion mit doppelter Drahtglasfüllung.

Durch den Brand im April 2010 wurden die Wand- und Dachkonstruktionen im Bereich des Brandherdes nahezu vollständig zerstört, in den angrenzenden Bereichen des Brandherdes stark durch Hitze, Ruß und Löschwasser beschädigt. Die elektrischen und lufttechnischen Installationen der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sind vollständig vernichtet worden. Teilweise wurden auch Heizungs- und Sanitärinstallationen beschädigt. Die Installationen und Anlagen der TGA waren daher komplett neu zu planen. Die Sanierungsarbeiten gemäß der Vorlage sollen noch im Juni beginnen. Geplant ist, die Sporthalle bereits im Oktober 2011 wieder zur Nutzung freizugeben.

Info: Stadt Leipzig
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