Grün-As

Geplante Schließung

Bibliotheksentwicklungskonzeption sorgt für Unmut bei der SPD

Für großen Unmut hat die Bibliotheksentwicklungs-Konzeption der Stadt Leipzig bei der Grünauer SPD gesorgt. »Die geplante Schließung der Standorte im WK 7 und WK 8 ohne konkrete Vorlage über die zukünftige Gestaltung der Bibliothek in Grünau-Mitte ist unredlich«, meint der Grünauer SPD-Vorsitzende und Stadtrat Heiko Bär.

»Die Grünauer kaufen damit die Katze im Sack. Es ist noch völlig unklar, an welchem Standort, mit welchen Verkehrsanbindungen und welchen Qualitäts- und Quantitätsstandarts eine große Bibliothek in Grünau eingerichtet werden soll. Dann kann der Stadtrat nicht bereits die Zusammenlegung beschließen. Unseriös ist es auch, wenn Einwohnerzahlen in Einzugsbereichen als Entscheidungsgrundlage unreflektiert liniear fortgeschrieben werden, was nicht der Realität entspricht.«

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Bibliothek

Unterstützung erhält Bär von den drei Grünauer SPD-Stadtbezirksbeiräten. »Wenn es, wie von der Bibliotheksleitung in der Presse angekündig, nicht ums Sparen sondern um bessere Nutzung der Ressourcen geht, muss es der Auffassung der Grünauer überlassen bleiben, welches Angebot sie bevorzugen. Dann kann auch eine mehr in die Fläche gehende Grundversorgung an Bibliotheksleistungen eine bessere Ressourcennutzung sein, als ein zusätzliches Angebot an Veranstaltungsräumen und längeren Öffnungszeiten an einem zentralen Standort«, sagte Stadtbezirksbeirat Stephan Zimmer.

»Auch für viele ältere Bürger in Grünau erschweren weitere Wege die Nutzbarbeit der Bibliotheken und verringern die Attraktivität des Stadtteils.« Nach seiner Ansicht ist durch den Anschluss aller Bibliotheken an den Stadtleihverkehr mit 2x wöchentlicher Anfahrt auch ein notwendigerweise beschränktes Medienangebot einer kleinen Zweigstelle ein geringeres Problem.

Auch auf einen Widerspruch in der Vorlage weisen die Grünauer Sozialdemokraten hin: die Qualitäts- und Quantitätsstandarts einer Großen Stadtteilbibliothek benennnen eine Wochenöffnungszeit von 40 Stunden, während ansonsten die große Bibliothek in Grünau mit 36 Wochenstunden kommuniziert wird. Welche Standarts wird die geplante zentrale Zweigstelle also sonst noch erfüllen? Somit lauten die zentralen Forderungen der Grünauer SPD an das Kulturdezernat auf konkrete Gegenüberstellung von Leistung und Nutzung der bisherigen Bibliotheksstruktur mit der geplanten großen Bibliothek und eine Entscheidung nach den Bedürfnissen der Bürger im Stadtteil, also der Grünauer.

Info: SPD Leipzig
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