Grün-As

Wichtige Bauvorhaben angeschoben und beendet

Wer will fleißige Arbeiter seh'n...

...der muss nur nach Grünau geh'n. Denn an Baustellen und Handwerkern hat es dem Stadtteil in den vergangenen Monaten wahrlich nicht gemangelt. Zwar sind die Zeiten der ganz großen Veränderungen glücklicherweise vorbei. Doch die vielen kleineren Maßnahmen, die im gesamten Viertel umgesetzt werden, lassen Grünau immer attraktiver und lebenswerter erscheinen.

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Elfgeschosser der Monarchis in der Zingster Straße

Visuell aufgehübscht und weithin sichtbar erscheint beispielsweise der ehemals sehr schmucklose Elfgeschosser der Monarchis in der Zingster Straße in einem leuchtenden Rot-Weiß. Fast ein Jahr nachdem mit der Fugenverdichtung begonnen wurde, sind zumindest die Fassadenarbeiten weitestgehend abgeschlossen. Spektakulär war dabei die Methode, bei der in schwindelerregender Höhe mittels Seiltechnik gearbeitet wurde. Nicht minder nett anzuschauen ist der sechsgeschossige Block der Saxum in der Pfaffensteinsraße. Dort entstand im Laufe des Jahres ein Quartier, welches zum Jahresende bezogen werden kann.

Am anderen Ende Grünaus sorgte die WG Lipsia für eine deutliche Verbesserung der Wohnsituation. An vier Gebäuden in der Gärtnerstraße baute die Genossenschaft insgesamt 16 Außenaufzugsanlagen an und investierte dabei über zwei Millionen Euro. Bereits 2011 wurden vier Eingänge in der Grünauer Allee mit jeweils einem Aufzug versehen. Bislang wurden auf diese Weise in den vergangenen Jahren etwa 450 Wohnungen in ihrer Qualität verbessert und auch zukünftig soll in die Bestände weiterhin investiert werden.

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Luisenbrücke

Mit imposanten Zahlen wartet auch das größte, abgeschlossene Bauvorhaben der jüngsten Vergangenheit auf: 3500 Kubikmeter Beton, 500 Tonnen Stahl und 700 Quadratmeter Natursteine wurden beim Bau der fertig gestellten Luisenbrücke benötigt. Satte 5,9 Millionen Euro ließ sich die Stadt den Neubau der über 100-Jährigen kosten. Mit der Freigabe der Brücke Anfang Oktober löste sich auch ein Verkehrsproblem, welches etliche Autofahrer sowie die Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs in den vergangenen Monaten viel Zeit und Nerven kostete.

Verschärft wurde die Verkehrssituation im Spätsommer noch durch die Deckensanierung auf gleich zwei wichtigen Querverbindungen durch den Stadtteil. Sowohl Brünner als auch die Schönauer Straße bekamen eine komplett neue Fahrbahn und Schleusen. Was aufgrund der teilweise vollständigen Sperrung zeitweilig zu einem erheblichen Chaos auf den Alternativ-Routen führte, dürfte nun jedoch für Zufriedenheit sorgen. Glatte Straßen, gut sichtbare Markierungen und relativ zügig gingen die Arbeiten auch noch voran. Im November wird auch der letzte Abschnitt der Brünner Straße zwischen Antonienstraße und Ratzelstraße frei gegeben. Insgesamt wurden dafür rund 1,2 Millionen Euro investiert.

Klaudia Naceur / Silke Heinig

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