Grün-As

Neues Seniorenbüro in Grünau

Zehn Seniorenbüros in allen Stadtbezirken entstehen

Vom 23. März bis zum 30. September des vorherigen Jahren gab es in der Stuttgarter Allee 21 in Grünau ein Modellprojekt: ein Seniorenbüro. »Wir wollen mit der Einrichtung des Seniorenbüros in Grünau eine wohnortnahe städtische Anlaufstelle für Senioren, ältere Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige und Akteure im Stadtteil bieten«, lies das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule damals verlauten.

»Mit dem Grünauer Seniorenbüro nimmt die Seniorenpolitik in Leipzig neuen Schwung auf - Grünau ist Modellstandort und ich hoffe, dass das Angebot gut angenommen wird. Aus den Erfahrungen in Grünau wollen wir ein Konzept für die gesamte Stadt entwickeln.«, erklärte Bürgermeister Fabian zur Eröffnung.

Als das Angebot nach sechs Monaten endete, gab es doch einige traurige Gesichter mit vielen Zweifeln, aber auch Hoffnung. Die Stadt hat ihr Versprechen gehalten: Inzwischen wurden die Erfahrungen der Pilotphase ausgewertet, ein Konzept für die ganze Stadt entwickelt und am 22. November 2012 dem Leipziger Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Ergebnis: Zehn Seniorenbüros sollen in der ganzen Stadt im Rahmen des »Förderprogramms der Stadt Leipzig zur Neuausrichtung der offenen Seniorenarbeit« entstehen.

Natürlich auch wieder in Grünau. Diesmal in der Stuttgarter Allee 18 in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt. Weitere sieben Standorte stehen ebenfalls bereits fest: Johannisplatz 2, Kieler Straße 63-65, Stötteritzer Straße 28, Prinz-Eugen-Straße 1, Dieskaustraße 190a, Saalfelder Straße 12 und Horst-Heilmann-Straße 4-6 - jeweils in Trägerschaft verschiedener Vereine. Für zwei Standorte in den Stadtbezirken Nord und Ost können sich noch Träger der Seniorenarbeit beim Sozialamt melden.

Für Senioren, ältere Menschen mit Behinderungen oder deren Angehörige sowie für alle Akteure in den Stadtteilen sollen die Seniorenbüros regelmäßig an fünf Tagen in der Woche geöffnet haben. Als quartiersbezogene Anlaufstelle übernehmen sie eine Vernetzungsfunktion. Träger seniorenrelevanter Angebote oder Vereine stellen hier ihre Angebote im jeweiligen Stadtbezirk vor. Partner beim Aufbau des Netzwerkes sind bestehende Begegnungsstätten, Bürgervereine, Kleingartenvereine, Kirchgemeinden, Pflegeeinrichtungen und -dienste, Sportvereine und soziokulturelle Zentren sowie Träger offener Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen generationsübergreifender Angebote.

Die Treffpunkte sollen einerseits ein qualifiziertes Beratungs- und Informationsangebot zu Themen des Älterwerdens bereithalten. Gleichzeitig werden sie Begegnungsstätten mit Freizeit-, Bildungs- und Geselligkeitsangeboten sein. Möglichkeiten für Projekte und ehrenamtliches Engagement sollen aufzeigt werden. Auch eigene Projektideen können aufgenommen und gestartet werden - jedes der Netzwerke kann ab 2013 jährlich einen Antrag auf Förderung in Höhe von 1.000 Euro einbringen, insgesamt stehen dafür stadtweit 10.000 Euro zur Verfügung.

Info: Stadt Leipzig
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