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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Ausstellung in der Pauluskirche

Ökumenische Studienreise nach Marokko

Am Ostersonntag (5. April) wird in der Pauluskirche Leipzig-Grünau nach dem Gottesdienst (um 11.30 Uhr) die Fotoausstellung »Medinas, Kasbahs & Oasen« (Reisefotografie von der Ökumenischen Studienreise der beiden Grünauer Kirchgemeinden nach Marokko) von Pfarrer Matthias Möbius eröffnet.

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Medinas, Kasbahs und Oasen

Sie ist von April bis Ende Juni zu besichtigen. Öffnungszeiten: Montag von 9 bis 12 Uhr, Mittwoch von 15 bis 18 Uhr, nach den Gottesdiensten und nach Vereinbarung (Telefon: 03 41/ 4 11 21 45).

Seit vielen Jahren unternehmen die Christen der Katholischen St. Martinsgemeinde und der Evangelisch-Lutherischen Pauluskirchgemeinde gemeinsame Studienreisen zu den Orten der jüdisch-christlichen Tradition. Besonders die Reisen ins Heilige Land im heutigen Jordanien und Israel ließen den Wunsch entstehen, nun einmal ein fast ausschließlich islamisches Land zu besuchen.

In Marokko lernten wir die Kultur der Halbnomaden am Rande der Sahara, die Traditionen der Berberstämme, die arabischen Einflüsse und die jüdischen Zeugnisse der Vergangenheit kennen. Wir besuchten eine kleine christliche Diasporagemeinde in Fès und beschäftigten uns mit den Eigenheiten des maghrebinischen Islam.

In Grünau lassen sich die Christen nicht weiter durch ihre traditionellen Unterschiede voneinander trennen, sondern sie versuchen, beharrlich nach Gemeinsamkeiten im Glauben zu suchen und diese mit Leben zu erfüllen. Unser alltäglich gewordenes Miteinander in benachbarten Häusern, unsere Gruppen und Kreise, unsere Gottesdienste, die Studienreisen und vieles mehr zeigen, dass Ökumene möglich ist.

Wenn Gott Gott ist und wir glauben dürfen, dass er uns gern beieinander sieht und wenn wir unsere zusammenrückende Welt – auch in unserer Stadt Leipzig – ernst nehmen, wird sich unsere Ökumene im Kennenlernen fremder Menschen und ihres Glaubens und hoffentlich auch irgendwann einmal im interreligiösen Dialog fortsetzen müssen. Beginnen können wir alle im Wahrnehmen, Reisen und Staunen.

Weitermachen müssen wir aber mit einem inneren Dialog, der sich zunächst in unserem eigenen Kopf und Herzen abspielt. Dazu soll die Fotoausstellung anregen und ermutigen.

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