Grün-As
Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

»Die letzten Christen«

Neues Buch von Andreas Knapp

Anfang November 2015. Bruder Andreas ist nicht da. Nicht in Sankt Martin. Und auch nicht in seiner Plattenbauwohnung. Das ist nicht ungewöhnlich.

Seine Heimatgemeinde in Leipzig weiß ja: Der Mann ist umtriebig, gut vernetzt, bewegt sich und andere. Aber wo war Andreas Knapp denn diesmal?

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»Die letzten Christen«

Mit der Antwort auf diese Frage beginnt »Die letzten Christen« – sein gerade erschienenes Buch:

»Die hohen Zäune aus Stacheldraht glitzern im gelblichen Flutlicht. Die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen von Arbil wirken beängstigend […].
Ein Blick aufs Handy: Es ist Samstag, 7. November 2015, drei Uhr morgens. Nach zahlreichen Schleusen stehe ich endlich vor dem Flughafengebäude. Ich reibe mir die Augen. Nicht nur, weil ich mir gerade eine Nacht um die Ohren schlage. Sondern weil mir noch vor drei Tagen nicht im Traum eingefallen wäre, in den Norden des Irak zu fahren. Und jetzt schaue ich in eine dunkle Landschaft hinaus, die von Stacheldraht und Lichterketten durchzogen ist. Was um Himmels willen hat mich hierhergeführt?«

Und das beantwortet Andreas Knapp dann auch – emotional, berührend, authentisch. Kurzum: Höchst lesenswert! Wer den »Kleinen Bruder« persönlich kennt, der steht ein ganzes Buch lang direkt neben ihm – ausgerechnet im Nahen Osten.

Das ist ein heftiges Reiseziel. Aber dieser Reiseführer lohnt sich – wie nicht nur die Leseprobe beim Verlag adeo zeigt, sondern auch dieser Auszug aus der Buchbeschreibung: Der IS wütet im Nahen Osten, zerstört gezielt die Wiege des christlichen Abendlandes und damit unsere kulturellen Wurzeln.

Andreas Knapp hat sich auf Spurensuche begeben und Flüchtlingslager im Norden des Irak besucht. Hier leben noch Christen, die bis heute die Sprache sprechen, die auch Jesus sprach. Aramäisch. Ihre erschütternden Augenzeugenberichte helfen uns zu verstehen, warum die Menschen aus dem Nahen Osten zu uns fliehen.

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