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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Ökumenischer Geocache

Grünaus Kirchen jetzt mit mit neuem ökumenischen Geocache ausgestattet

An einer bestimmten Stelle auf unserem Pfarrgelände, die wir nicht genauer verraten wollen, wurde vor kurzem ein eigentlich recht unauffälliger Briefkasten installiert. »Seltsam! Wer soll denn hier Post einwerfen?«, mögen sich einige Gemeindemitglieder fragen, die den Kasten zufällig entdeckt haben.

Wir lüften das Geheimnis: Es handelt sich um einen Geocache. Überall auf der Erde gibt es solche Geheimverstecke (und einen sogar im Weltraum!). Die meisten sind kleine Filmdosen, manchmal sind es falsche Vogelhäuschen, manchmal Imitate von Schaltschränken – oder eben Briefkästen.

Das Finden solcher »Schätze« ist ein Hobby für Millionen Menschen weltweit. Ausgestattet mit einem GPS-Gerät gehen die Geocacher auf die Suche nach den Verstecken. Manchmal müssen sie auf Berge oder Bäume klettern, manchmal tauchen oder in Schächte hinabsteigen, meist müssen sie genau hin schauen, um gut getarnte Schatzdosen am Ziel auch zu finden.

Schwierig ist es zum Beispiel, an einem Brückengeländer aus hunderten Schrauben die eine falsche zu entdecken, die sich lösen lässt und in ihrem Inneren einen Zettel enthält. Denn auf den müssen sich die Finder eintragen, um den Fund offiziell zu »beweisen« – dann kommt die Dose wieder an ihr Versteck für den nächsten Geocacher.

Unsere Dose ist zwar ziemlich offensichtlich – aber der Weg dahin ist eine Reise über viele Stationen unserer beiden Kirchen. Wer den Briefkasten sieht, muss trotzdem noch an einer anderen geheimen Stelle den Schlüssel finden. Und das geht nur, indem man einige Fragen zu Martin und Paulus beantwortet und die Geo-Koordinaten berechnet.

Die Wegweiser am Ökumenischen Weg spielen dabei eine Rolle, auch die Hausnummer des evangelischen Pfarrers geht zur Berechnung in die Formel ein. Neue Koordinate, neues Rätsel. Es ist die Hightech-Variante der guten alten Schnitzeljagd. Jeder Cache hat eine Beschreibung im Internet, unser Cache hat den Namen »Zwei Kirchen in Grünau«.

Betreut wird dieser Cache von »ziliax«. So nennen sich René und Verena Sieber in der Welt des Geocachings. Die beiden Gemeindemitglieder aus Sankt Martin haben den Briefkasten beim jüngsten Familientag an einer Station unter Mithilfe einiger Bastler liebevoll gestaltet, sich die Rätsel ausgedacht und den Cache wenig später installiert.

Vom Erstfund am 14. September bis Ende Oktober haben schon 38 Geocacher den Schlüssel zum Schatz entdeckt und sich im Logbuch eingetragen. 14 von ihnen haben unseren Briefkasten zum »Favoriten« gewählt und damit eine besondere Anerkennung hinterlassen.

Für die Gemeinde ist das ein wenig Öffentlichkeitsarbeit der ganz anderen Art – ein kleines bisschen Mission steckt also auch drin.

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