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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Wer im Glashaus sitzt...

Polizeibericht

...sollte nicht mit Steinen werfen! So sagt man jedenfalls ... aber offensichtlich hatte das noch niemand einem 11-jährigen Jungen aus Grünau beigebracht. Dieser hatte am 18. Juni gegen 19.00 Uhr einen zweiten Jungen (12) mit Kieselsteinen bewerfen wollen. Ganz davon abgesehen, dass man nicht mit Steinen auf andere Leute wirft, traf er den 12-Jährigen nicht. Dafür aber die Scheiben eines Fahrerhäuschens der LVB an der Haltestelle Offenburger Straße. Klirr ... das Glas ging zwar nicht zu Bruch, beschädigt war es nach dieser Attacke allerdings trotzdem. Es bleibt die Frage, wann die Kinder angefangen haben zu verlernen, wie Pupskissen und Wasserbomben funktionieren. Allemal eine bessere Alternative, als sich mit Steinen zu bewerfen!

Der Rettungsleitstelle wurde am 10. Juni gegen 23.45 Uhr mitgeteilt, dass es zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus An der Kotsche gekommen war. Feuerwehr und Polizei waren nach wenigen Minuten vor Ort. Starke Rauchschwaden drangen vom Balkon in der vierten Etage. Die Kameraden der Feuerwehr Leipzig-Südwest und der Freiwilligen Feuerwehr Lausen mussten gewaltsam die Eingangstür des verschlossenen Hauses öffnen.

Im Hausflur kam Ihnen eine männliche Person entgegen. Es handelte sich dabei um den 55-jährigen Wohnungsinhaber aus der vierten Etage. Spontan gab er gegenüber den Kameraden der Feuerwehr und der Polizei an, dass er keinen Strom mehr hat und daher mit Kerzen in seiner Wohnung hantierte. Wie es konkret zum Brand kam, konnte er nicht sagen. Er wurde sofort zunächst vor Ort medizinisch behandelt. Gleichzeitig wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt, der einen Wert von 3,08 Promille ergab.

In der Zwischenzeit bekämpfte die Feuerwehr den Brand in der Wohnung in der vierten Etage und die Polizei führte die weitere Evakuierung der anderen Hausbewohner durch. Drei weitere Personen wurden evakuiert (63, m), (51, m) (61, w). Weitere Personen hielten sich nicht im Haus auf. Alle Personen wurden ambulant behandelt. Der 55-jährige Verursacher des Brandes und der 63-jährige Mieter wurden in ein Krankenhaus zu weiteren Untersuchungen auf Verdacht auf Rauchgasintoxikation gebracht. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von fahrlässiger Brandstiftung durch den 55-jährigen Wohnungsinhaber auszugehen.

Gleicher Tag, gleiche Zeit: Aufgrund der Klärung einer persönlichen Angelegenheit wurde ein 32-Jähriger von einem Gleichaltrigen von seiner Wohnung in der Grünauer Allee auf die Straße gebeten. Unten angekommen, wurde er von ihm und einem Bekannten »in Empfang« genommen. Doch statt zu reden, wie er zuvor vorgab, ging er gleich mit einer Eisenstange auf sein Opfer los. Es wehrte sich und versuchte, den Schlägen auszuweichen.

Doch der 32-Jährige wurde auf den Hinterkopf getroffen und schwer verletzt. Nach der Tat verließ der Schläger gemeinsam mit seinem Bekannten den Ort des Geschehens. Der Verletzte ging in seine Wohnung; dort rief seine Freundin die Polizei. Die Beamten forderten einen Rettungswagen an, welcher ihn sofort in ein Krankenhaus brachte. Polizeibeamte haben die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

In den späten Abendstunden des 17. Juni bemerkte ein Passant (35) einen auf dem Weg Stuttgarter Allee/Ratzelstraße liegenden und offensichtlich am Kopf verletzten Mann. Er rief sofort die 110 und die Beamten informierten den Rettungsdienst. Es stellte sich heraus, dass der Geschädigte (28) schwere Verletzungen an Kopf und Körper hatte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und musste operiert werden. Der junge Mann befand sich auf dem Heimweg in der Ratzelstraße, Höhe Straßenbahnhaltestelle Stuttgarter Allee, als sich ihm von hinten mehrere Personen näherten und sofort auf ihn einschlugen.

Der 28-Jährige stürzte. Am Boden liegend, schlugen und traten sie gemeinsam auf den Wehrlosen ein. Anschließend raubten sie ihrem Opfer das Portmonee und das Handy. Außerdem zogen sie ihm sogar noch seine Nike-Schuhe aus und verschwanden dann. Der Geschädigte gab den Beamten den Hinweis auf einen der Tatverdächtigen (23).

Eine halbe Stunde erhielten die Polizisten Kenntnis über eine Sachbeschädigung an einer Apotheke in der Zschampertaue. Anwohner hatten zwei junge Männer beobachtet, von denen einer mit der Faust so lange auf die Schaufensterscheibe einschlug, bis diese zerstört war. Die Höhe des Sachschadens wurde mit etwa 1.000 Euro angegeben. Auch hier konnten die Tatverdächtigen (22, 30) namentlich bekannt gemacht werden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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