Grün-As

»Trinkerstellen«

Zum Leserbief von Lutz Rödiger

Werte Damen und Herren, mit dieser Mail beziehe ich mich auf den Leserbief in der »Grün-AS Nr. 4/2012« von Lutz Rödiger »Trinkerstellen«.

Ich bin der gleichen Meinung wie Herr Rödiger. Vor dem PEP wird in zwei Schichten getrunken. Am Tage sind es die älteren Trinker, die im Laufe des Nachmittags und abends von einer Gruppe jüngerer Trinker abgelöst wird. Natürlich möchte ich nicht am PEP in Richtung Allee-Center wohnen. Aber wie Herr Rödiger schon ausführt, sind die Trinker, die dort ihren Stammplatz haben, nicht aggressiv oder anderweitig auffällig.

Ich finde die Jugendlichen, die abends randalierend durch Grünau ziehen und ihre leeren Bierflaschen auf dem Fußweg zerschlagen und die Scheiben der Wartehäuschen, wesentlich störender. Die Trinker kennen den Pfandwert einer Bierflasche und sind auch bestrebt, diese wieder bei Rewe zurück zu geben. Die Jungendlichen hingegen wissen nicht wie hoch der Flaschenpfand ist. Ich denke, man sollte mehr gegen diese Chaoten unternehmen und die Trinker trinken lassen.
Mit freundlichen Grüßen
N. Zenk

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Auch der folgende Leserbief bezieht sich auf die Zeilen von Herrn Rödiger:

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion, ich gehe mit Sicherheit davon aus, dass Herr Rödiger meinen Brief meint (...) Er bezeichnet meine Feststellung und Erfahrung zu dieser Szene als Vorurteile. Von einer Vorverurteilung kann überhaupt keine Rede sein, sondern es ging mir um Darstellung von Tatsachen. Herr Rödiger gibt diese unschönen Tatsachen im Nachhinein auch selbst zu. Also doch kein Vorurteil.

Ich, der ich als Linienbusfahrer täglich in Leipzig unterwegs bin, sehe viele solche »Trinkertreffpunkte«. Es ist beschämend und ekelhaft, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Leute in der Öffentlichkeit urinieren. Der Uringestank an diesen Stellen im Sommer ist unerträglich. Fahrgäste in Bus und Bahn sowie anreisende Touristen in den Bussen können diesem Anblick nicht ausweichen. Ob am Kiosk an der Kiewer Straße oder am Obdachlosenheim an der Merseburger Straße - um nur diese beiden anzuführen - diese Leute stehen den ganzen Tag dort und versaufen ihr Geld von der Sozialhilfe.

Ich arbeite auch noch in meiner Freizeit für die Polizei Leipzig als ehrenamtlicher Sächsischer Sicherheitswächter. Seit 13 Jahren. Mein Fazit zu diesem Thema: Keine Einsicht, keine Rücksicht, keine Änderung, kein Ergebnis trotz sehr vieler Gespräche und Ermahnungen. Den Verantwortlichen der Stadt Leipzig blieb nichts anderes übrig, nach Jahren der Ergebnislosigkeit, die Bänke in Haltestellen oder Grünflächen abzubauen (...) Nur so viel zur Einsicht dieser Trinker. Zum Glück sind diese Leute eine Randgruppe - also eine Minderheit. Die Mehrheit der Leipziger sind normale, anständige Menschen, einschließlich der meisten Sozialhilfeempfänger. Gerade deshalb sollten wir uns nicht von dieser Minderheit der Trinker unser schönes Leipzig kaputt machen lassen.
Mit freundlichem Gruß
J. Standke

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