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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Robin Hood und Pinocchio gegen den Tod

Sommertheater im Park

Altersstarrsinn und den Wunsch, dass es immer weitergehen möge, greift das Sommertheaterstück »Robin Hood meets Pinocchio – Zwei Helden für ein Leben« auf, das am 6. und, jeweils ab, und am, ab, im Robert-Koch-Park gezeigt werden wird. Kombiniert mit dem Heldenmut aller Beteiligten, mit Lügen und aufgefrischten Erinnerungen wird ein spannender Spaß daraus.

Alle Schauspieler übernehmen mehrere Rollen, Marco Runge unter anderem den Tod, welcher den Modedesigner Karl Magerquark holen möchte, Thomas Deubel den tapferen Pinocchio und Michael Rousavy den nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit befindlichen Robin Hood. Magerquark will dem Tod verständlicherweise nicht folgen und aktiviert die Lichtgestalten seiner Kindheit, eben Pinocchio und Robin Hood.

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Konzentrierte Probenpause: Michael Rousavy, Thomas Deubel, Tilo Esche und Marco Runge (v.l.n.r.)

Die wissen allerdings nicht um ihre Aufgabe, der kleine Holzjunge erinnert den großen Waldläufer dennoch an dessen einstige Taten und wächst über sich selbst hinaus. Ein Oberentscheider und ein Albtraumschurke mischen ebenfalls mit. Gespielt wird mit Halbmasken, denn »mehr Geld hatten wir nicht«, wie Regisseur Tilo Esche scherzhaft verkündet.

Esches Unternehmen Bühne macht seit 2005 Sommertheater und ist nun das dritte Jahr in Folge im Robert-Koch-Park zu erleben. Dort legte das Ensemble einige Zeit zuvor schon eine »Mondlandung« hin, außerdem war es zu Santa-Anna-Zeiten auf dem Schiff am Kulkwitzer See etliche Jahre als Piratentruppe aktiv. Vor (und wegen des Wetters auch in) der Villa Sack gaben sie zuletzt »Die Schöne und das Biest« sowie den »Glöckner von Nôtre-Dame«.

Wie aber kamen sie auf »Robin Hood meets Pinocchio – Zwei Helden für ein Leben«, ein Stück, in dem die Gegenwart mit der Fantasie verschmilzt? Es verhielt sich so: Die Vier saßen gemeinsam um einen Tisch, es war spät und der Wirt schenkte noch aus. Aus dem Kneipengespräch heraus entwickelte sich ein »wüstes Stück«, das haben sie aufgeschrieben und dabei bemerkt, dass es funktioniert.

»Inzwischen glauben wir, dass es unheimlich witzig geworden ist«, so Tilo Esche. Zunächst sollte übrigens auch Billy The Kid mit von der Partie sein, er flog wieder raus - zugunsten eines geheimnisvollen Seemanns, über den Stillschweigen vereinbart wurde. Diese Vereinbarung gilt bis zum Tag der Premiere, welche amam Gohliser Schlösschen gefeiert wird. Eine knappe Woche später geht es dann vor der Villa im Robert-Koch-Park um Magerquarks Ab- oder Weiterleben.

Karten gibt es im Stadtteilladen und im KOMM-Haus (Vorverkauf: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro) sowie an der Tageskasse (15 Euro, ermäßigt 12 Euro).

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