Grün-As

Kreuz und quer durch Grünau

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Die Stuttgarter und Grünauer Allee auslassend kommen wir nun zum Verlauf der Kiewer Straße, die wir in nördliche Richtung bei der Siedlung beginnend bis zur Lyoner Straße befahren. Der Beginn der rund zwei Kilometer langen Strecke lässt freudig hoffen: Eine Fahrradampel mit separatem Haltebereich.

Doch was gut beginnt, verflüchtigt sich schnell - nach der Ratzelstraße werden Radler auf einen Seitenstreifen verwiesen, dessen Markierung kaum noch zu erkennen ist. Auch der Kreuzungsbereich zur Karlsruher Straße ist nicht optimal. Den Weg über die S-Bahn-Brücke teilen sich Fußgänger und Radfahrer, danach sollten sich letztere eigentlich wieder auf der Straße einordnen, was durch häufig lange Autoschlangen an der Ampel Lützner Straße gar nicht möglich ist. Viele Radler benutzen deshalb weiter den Fußweg.

Nach der Kreuzung wird es deutlich entspannter. Ein gut ausgebauter, glatt asphaltierter und deutlich abgegrenzter Weg führt entlang des Schönauer Viertels und des Kaufmarktes bis hin zum Übergang zur Lyoner beziehungsweise Saturnstraße - im allerletzten Abschnitt als Radstreifen. In Gegenrichtung ist zunächst Vorsicht angebracht: Von der Lyoner Straße in schnellem Tempo kommend, driften viele Autofahrer etwas zu sehr ab und überfahren dabei den Radstreifen, der glücklicherweise nur anfänglich befahren werden muss.

Danach geht er in einen Rad-/Fußweg über, der qualitativ der Gegenseite gleicht. Unschön wird der Weg leider auch hier ab der Lützner Straße: Äußerst eng wird es auf der gegenüberliegenden Seite, die man mittels Ampelschaltung erreicht. Hier empfiehlt es sich, abzusteigen. Der weitere Verlauf zur Ratzelstraße ähnelt dem der Gegenseite. Wer diese Verbindung meiden kann, sollte es tun.

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Die letzte Nord-Süd-Verbindung verläuft entlang der Straße am See. Auch sie ist zwar beidseitig befahrbar, wobei die nördliche Richtung lediglich auf dem Fußweg zu befahren ist. Die deutlich gemütlichere Alternative ist der Weg abseits der Straße in südliche Richtung rechterhand, auch wenn dieser stellenweise arg holprig ist. Auf der rund einen Kilometer langen Strecke hat man insgesamt sechs Zufahrten zum See.

Die vormals eher unglückliche Lösung im Bereich der Bushaltestelle und des REWE-Marktes gehört seit Ende 2011 auch der Vergangenheit an. Seither ist hier ein gut ausgebauter Weg befahrbar, der lediglich vor der Überquerung der Straßenbahngleise ein wenig uneben ist. Möchte man weiter in Richtung Lausen fahren, muss man ab der Ratzelstraße die Fahrbahn nutzen. Am nördlichen Ende befindet sich ein Radwegweiser, der sowohl die Kilometer in die Stadt, zum Karl-Heine-Kanal, dem Kulki und nach Lausen angibt. Auch wenn man das nahe gelegene Markranstädt vergeblich auf dem Wegweiser sucht, besteht die Möglichkeit via Radweg entlang der B 87 dorthin zu gelangen.

Klaudia Naceur

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