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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Noch lange ein Schandfleck

Lichtenberg-Gymnasium erst in zehn Jahren wieder am Schulnetz

Der Zustand des ehemaligen Lichtenberg-Gymnasiums mitten im Herzen des Stadtteils regt die hiesigen Bewohner schon lange auf. Seitdem der Schulstandort an der Mannheimer Straße im Zuge der Zusammenlegung mit dem MaxKlinger-Gymnasium vor zehn Jahren verlassen wurde, gammelt der Plattenbau vor sich hin.

Der ehemalige Schulhof dient gerne mal der illegalen Müllentsorgung, der Anblick von Ratten ist keine Seltenheit und zumindest eines der beiden Gebäudeteile weist erhebliche Vandalismus-Schäden auf. Letzteres muss auch das zuständige Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule eingestehen.

Zur Dezember-Ratsversammlung musste das Amt fünf mehr oder weniger unbequeme Fragen der Linksfraktion zur Zukunft des »Lichtenbergs« beantworten. Beispielsweise jene nach Sicherungs- und Aufräumarbeiten an und in den Häusern. Während laut Auskunft der Verwaltung das rechte Schulgebäude leer stehe, würde das linke vom Amt für Jugend, Familie und Bildung als Lager für Schulmobiliar genutzt.

Sicherungs- und Aufräumarbeiten erfolgten nach Bedarf. Interessanter war jedoch die Antwort auf die Frage, welche Rolle das Lichtenberg-Gymnasium für den aktuellen Schulentwicklungsplan spielt. Mit Verweis auf selbigen war zu erfahren, dass die Einrichtung »als perspektivischer Schulstandort« vorgesehen ist.

Der Wermutstropfen folgte allerdings gleich im Anschluss: Erst ab Schuljahr 2028/2029. Zuvor müsse die Reaktivierung der Gebäude als Gymnasium geplant (2025) und realisiert (ab 2026) werden. Möglich sei dabei sowohl eine komplexe Sanierung als auch ein Neubau – je nach Wirtschaftlichkeit. Bis dahin müssen die Grünauer wohl oder übel mit ihrem zentralen Schandfleck leben.

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