Grün-As
Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Bunter Familientag

mit Eröffnung des »Essbaren Gartens«

Noch beim Aufbauen des Zeltes und Pavillons vor dem Kinder-, Jugend- und Familienzentrum war der Himmel wolkenverhangen. Es war ziemlich frisch und windig, so dass anzubringende Plakate davonfliegen wollten.

Pünktlich um 15 Uhr stellte sich mit Beginn des Familientages schönstes Wetter ein, so dass auch der »Essbare Garten«, der im Rahmen des Familientages offiziell eröffnet wurde, so richtig zur Geltung kam. Viele Wild- und Kulturpflanzen wurden seit dem Auftakt im Herbst vergangenen Jahres gespendet und so grünt es jetzt vor dem Familienzentrum, wo vor wenigen Monaten noch alles brach lag.

Ein Schild lädt nun Anwohner und Besucher der Einrichtung zum Engagement im Garten und später auch zum Ernten ein. Pflanzen können weiterhin gespendet werden, denn für diese gibt es noch immer ausreichend Platz.

Auch ein naturnaher Sandkasten, der durch eine Spende des KIWANIS Club Leipzig e.V. realisiert werden konnte, gehört zum Garten. Mit großer Begeisterung sind die Kinder darin beim Familien fest auf Schatzsuche gegangen. Eine Tombola mit attraktiven Preisen, die vom St. Benno Verlag gestiftet wurden, hat nicht nur die Kinder, sondern auch viele Erwachsene zum Kauf von Losen animiert. Der Erlös soll dem Gartenprojekt zugutekommen, da es noch weitere Pläne gibt, wie der Garten immer mehr zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs werden kann.

Die Kleinen hatten große Freude bei den vielfältigen Angeboten, wie Wikingerschach, einem Wasserspiel, beim Schminken, einer Malstrecke sowie bei einer Feentour um das Familienzentrum. Anschließend wurden unter Anleitung Feensträußchen gebunden und es wurde unter professioneller Anleitung getöpfert.

Im Rahmen des Familientages wurde, wie auch bereits beim letzten Mal ein »Begegnungsort« angeboten, um das Verständnis für Menschen anderer Kulturen und den Kontakt untereinander zu unterstützten. Islamwissenschaftlerin Wenke Krestin hat zunächst auch durch Bilder ihrer Aufenthalte in arabisch-sprachigen Ländern aufgezeigt, dass die islamische Welt sehr vielfältig ist und dass Verein - fachungen und Pauschalisierungen für einen Dialog nicht hilfreich sind. Vielmehr gilt es den einzelnen Menschen zu sehen, um dann auf der Grundlage einer Beziehung auch kritische Fragen, die durchaus ihre Berechtigung haben, stellen zu können. Im anschließenden, durchaus kontroversen Gespräch wurden auch unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen ausgetauscht, eigene Standpunkte relativiert und der Blick geweitet.

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