Grün-As
Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Ein Segen für Kenias Menschen

Grünauer Sternsinger werben Rekordspende ein

20*C+M+B+17 – das steht seit Sonntag (8.1.) mit Kreide über etwa 60 Haustüren in und um Leipzig-Grünau geschrieben. Angebracht haben diesen Segenswunsch die Sternsinger aus den Gemeinden St. Martin (katholisch) und Paulus (evangelisch).

»Ich mache da jedes Jahr mit, damit es den Kindern dort wieder gut geht. Wir waren in der Siedlung Grünau unterwegs und haben tolle Erlebnisse hinter uns – eine Familie hat uns sogar Eierkuchen angeboten.«
Karolin (9)
»Wir haben bei den Besuchen nicht nur Geld, sondern auch ziemlich leckere Sachen bekommen. Ich bin jedes Jahr dabei, freue mich auch wegen der schönen Zeit in der Gruppe. Als wir unterwegs waren, konnten wir diesmal auch im Schnee spielen.«
Maria (9)

Die Buchstaben stehen hierbei für »Christus segne dieses Haus« (lateinisch »Christus mansionem benedicat«) – und sind sehr einprägsam, weil sie zufällig den Anfangsbuchstaben der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar entsprechen. Auf deren biblischer Geschichte fußt das Sternsingen, das als weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder gilt. Neben dem Einsegnen der Häuser geht es dabei nämlich um das Einwerben für Spenden.

Verbuchen konnten die kleinen Könige aus Kirchensammlung und Hausbesuchen ein höchst erfreuliches Rekordergebnis: 2252 Euro wanderten insgesamt in die Spendenbüchsen der Grünauer Sternsinger.

»Das Engagement der Kleinen und die hohe Spendenbereitschaft an den Haustüren ist einfach großartig«, freut sich der katholische Pfarrer Eberhard Thieme: »So ist es wortwörtlich ein Segen – für die Menschen und ihre Wohnungen hier, aber besonders eben für die Landbevölkerung in Kenia.«

Menschen aus dem besonders dürregeplagten Norden des afrikanischen Staats standen in diesem Jahr im Fokus der Spendenaktion, deren Erlöse weltweit in mehr als 2000 Projekte fließen. Das Sternsingen hat in den Grünauer Kirchen eine langjährige Tradition, wird dabei wesentlich von ehrenamtlichen Helfern getragen und zählt zu den Veranstaltungen mit dem größten Potenzial für generationenübergreifende Integration.

»Wir sensibilisieren die junge Generation für die Situation von anderen Kindern in Entwicklungsländern«, erklärt Winfried Ksoll, einer der Organisatoren. Gleichzeitig werden Eltern eingebunden sowie Familien, Alleinstehende und ältere Ehepaare besucht.

Weiter>>> RSS
Februar 2017
MoDiMiDoFrSaSo
0102030405
06070809101112
13141516171819
20212223242526
2728
Karte