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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Grünauer Garnevals Glub

Am 11.11. wird der Schlüssel geholt

Sie haben es wieder einmal geschafft, die Völkerfreundschaft zu mieten (was in diesem Falle gar nicht so einfach ist, wie es klingt) und werden am 1., 2. und 4. März dort die Karnevalshüte hochhalten, ebenso die wohlgeformten Tanzbeine. Doch dazu später, denn jetzt ist November.

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GGG in der Völkerfreundschaft

Und in den November fällt der berühmte 11.11., 11.11 Uhr. Zu dieser für Karnevalisten heiligen Zeit übernehmen die Grünauer im Schulterschluss mit ihren Faschingsfreundinnen und -freunden aus ganz Leipzig den Schlüssel des Neuen Rathauses, sind also in der Innenstadt anzutreffen.

Anschließend fahren Löwin Leila, das Leipziger Karnevalsmaskottchen, und ihr Gefolge ins Kulturhaus Eutritzsch, um zunächst eine Batterie Martinsgänse zu verdrücken, ehe dort der Kinderfasching des Förderkomitees Leipziger Karneval über die Bühne geht.

Immer mittendrin wird Verena Hesse, die Präsidentin des Grünauer Garnevals Glubs, sein. Sie erzählt, dass Leila »Leipzig lacht« bedeutet und das bekannte Helau »Herzlich und laut«. Außerdem macht sie deutlich, dass ein Verein wie der GGG das ganze Jahr über und jede Woche zu tun hat. »Training, Training, Training«, sagt sie. Man treffe sich im Kleinzschocherschen Gartenlokal »Vergissmeinnicht« und in drei Grünauer Turnhallen, um die Höhepunkte des Jahres vorzubereiten.

»Eine unserer Stärken ist der Kinderfasching«, erklärt die Präsidentin, die Verantwortung dafür liege in den Händen der GGG-Jugend. Zwei Stunden kindgerechtes Programm werden unter anderem im KOMM-Haus und in der »Sonne« in Schkeuditz aufgeführt. Knapp 100 Kinder im Alter von vier bis 14 Jahren hat der Verein in den eigenen Reihen.

Die werden von Verena Hesse & Co. zur Pflege des karnevalistischen Brauchtums mit Prinzenpaar, Funkenmariechen und Funken garden animiert und motiviert und bringen selbstverständlich auch ihre jungen Ideen mit ein. So trainieren beispielsweise die jugendlichen Tänzerinnen den GGG-Nachwuchs selbst, ohne zusätzliche Übungsleiterinnen von außen.

Was der 1982 im »Lindenhof« begründete Glub brauchen könnte, wären ein paar Leute mittleren Alters, gestandene Grünauerinnen und Grünauer zwischen 30 und 50, die Hausmeister Harald, Sänger Frank Kluge und dem Männerballett organisatorisch den Rücken stärken sowie auch den »Wilden Weibern«, die sich für ihre unterhaltsamen Parodien in der kommenden Saison mit jungen Tänzerinnen zusammentun.

Der GGG sei im Augenblick »sehr frauenlastig« und außer in Grünau und Schkeuditz auch in Paunsdorf und Meusdorf aktiv. Hinzu kommen die gemeinsam mit anderen Leipziger Karnevalsvereinen gestalteten Geschichten, wie der erwähnte 11.11. im Rathaus und der Rosensonntagsumzug, welcher das nächste Mal am 3.3. durch die Straßen zieht – und dabei sein 20-jähriges Bestehen feiert!

Und rund um diesen 3.3. lädt der GGG zu Programm, Tanz und Spaß in die Völkerfreundschaft. Drei Abendveranstaltungen stehen auf dem Programm und eine nachmittägliche für Kinder (am 2. März). Die Sketche widmen sich dem Thema »Kreuzfahrt«, die Gardemädchen werfen die Beine in die Luft und aus der Bütt sind Worte der Wahrheit zu hören, von Büttenredner Rüdiger Tauer natürlich in Humor verpackt. Der Kartenvorverkauf läuft bereits.

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