Grün-As
Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Briefe an die Redaktion

Diese Sanierung ist anwohnerunfreundlich

Mit großem Interesse habe ich die aktuelle Ausgabe des »Grün-As« gelesen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag »Wie holen wir uns die Platte zurück?«. Klaudia Naceur beschreibt darin sehr ehrlich und deutlich das ganze Dilemma um einen geschmähten Stadtteil, negative Entwicklungen, Verunsicherung der Bewohner und entstehenden Frust. Es ist beachtlich, dass sich die Rosa-Luxemburg-Stiftung dem Thema »Rückholung der Platte« widmet. Als engagierter Grünauer erwarte ich eine interessante Veranstaltung.

Ein anderer Artikel zum Thema »Bauen, sanieren, modernisieren« bestätigt zwar die Sanierung der Bestände, aber die reale Praxis sieht nicht so gut aus, wie von Bert Hähne dargestellt. Konkretes Beispiel: Die Sanierung der Ludwigsburger Straße. Im Rahmen der Fassadensanierung wurden völlig unzureichende Schutzmaßnahmen für die Anwohner der Nachbarschaft getroffen – dünne Vorhänge, die weder vor Staub noch vor Lärm schützten. Das war für viele Wochen unzumutbar!

Nachdem Staub und Lärm nicht mehr vordergründig belasten, flattern die zerrissenen Vorhänge unansehnlich und nutzlos im Wind. Weder Bauausführende noch Eigentümer stören sich an dieser Ansicht. Das Bild im »Grün-As« ist Schönmalerei. Die Realität zeigt die -aktuelle Momentaufnahme – Fotos zeigen nur den Dreck, den Lärm erfassen sie nicht. Diese Art Sanierung ist anwohnerunfreundlich.

Richtig Wut und großes Lob

Erst einmal muß ich sagen, daß ich Euer Magazin richtig gut finde – gut recherchierte Artikel, wichtige Mitteilungen und Informationen über das Geschehen im Stadtteil etc.. Ich freue mich immer auf die nächste Ausgabe!

Nun zum Artikel (aus der Nr. 4/2018) »Schatzkammern des Wissens« von Bert Hähne. Es ist für mich richtig schlimm, was die Stadt mit uns hier vorhat mit diesem »Leuchtturm«. Da ich im Winter nicht mit dem Fahrrad unterwegs sein kann, ist es mir sehr beschwerlich, meine mindestens 5 Bücher für den Monat zu transportieren. Aber es gibt ja sicher viele Leutchen hier, die auch im Sommer keine großen Strecken mehr bewältigen können. Der Satz von unserer Stadt zu diesen ganzen Planungen, »Richtig ist, dass die Wege für einige Grünauer weiter werden ...«, ist einfach ein Hohn und zeugt von ziemlicher Arroganz der Stadtverwaltung uns Grünauer Bürgern gegenüber. Was nützt mir, daß die Angebote so gestaltet sind, daß sie angenommen werden. Wenn ich nicht hinkomme, da kann das Angebot noch so interessant sein. Man darf auch nicht ausklammern, wie die LVB-Preise sich gestalten, denn die Bibliothek am Leuschnerplatz, die am besten ausgestattet ist mit diverser Literatur ist für mich dadurch finanziell ein Problem.

Probleme gibt es aber in Grünau auch auf anderen Gebieten – da sind erreichbare und gute kulturelle Einrichtungen unverzichtbar. Als dann noch unsere Kultur bürger meisterin einfach feststellte, daß eine zentrale Bibliothek für ganz Grünau reicht, war ich richtig in Wut. Da gab es glücklicherweise im Sommer ein sogenanntes »Wunschamt und Amt zur Wunscherfüllung«, da konnte ich meinen Frust über diese Feststellung gleich mal loswerden. Es wird nicht viel bringen, aber die Stadt soll zumindest wissen, dass hier nicht nur Ignoranten und ungebildete Leute wohnen. Grünau hat da ja nicht den besten Ruf, und die Herren und Damen sehen keine Notwendigkeit, da Gelder zu investieren (siehe KOMM-Haus).

Nur noch kurz ein Danke und großes Lob für »Verzierte Ziegel aus Eythra«. Ich war sehr überrascht, einen Artikel über Heinz Hieke und seine Funde im »Grün-As« zu finden. Heinz Hieke war viele Jahre mein Kollege und da habe ich ihn daraufhin gleich angerufen. Er war über die Ausstellung im KOMM-Haus sehr erfreut und auch über den Artikel im »Grün-As«.

Ein tolles Erlebnis mit der singenden Autorin Elke Krüger

Anlässlich des Grünauer Kultursommers hatte der »Literatur Treff Grünau« zu einer besonderen Art Veranstaltung im Monat August in die Begegnungsstätte der AWO, Stuttgarter Allee 18a eingeladen. Elke Krüger, Buchautorin und Sängerin, Mitbewohnerin in unserem Stadtteil, hatte sich für uns Gäste ein Programm der Extraklasse zurechtgeschnitten. Sie las aus ihren bereits sieben erschienenen Büchern vom »Lebenskarussell« und »Seelenstriptease« Episoden vor, die sie jeweils musikalisch und tanzend untermalte.

Tänzerisch und singend begleitet wurde sie dabei von ihrer charmanten Mitstreiterin Ines, die auch für die Technik zuständig war. Das über zweistündige Programm war sehr interessant. Überhaupt dabei sein zu dürfen, zuzuhören und zuzusehen, erfüllte mit großer Freude. Wir und die anderen Gäste waren derartig begeistert, dass es uns nicht mehr auf den Stühlen hielt, wir mitsangen, klatschten und schunkelten, was trotz großer Hitze kein Hindernis für alle Anwesenden war.

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