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Leipzig Grün-As Stadtteilmagazin

Schwarzer Humor

und Glaube an die Macht

Mit zwei Premieren wartet das Theatrium im April auf. Am 7. April, 20 Uhr, wird das generationsübergreifende Theaterprojekt »Die Leiche ist weg« aufgeführt.

Wie an jedem Arbeitsplatz gibt es auch in der Rechtsmedizin einen ganz normalen Arbeitsalltag. Auch wenn dieser diktiert wird vom cholerischen Professor, der naiven, aber ehrgeizigen französischen Praktikantin, genervten Kollegen, die vielfach ein Faible für Abgründigkeit pflegen – und natürlich Leichen. Zurzeit ist mal wieder Hochkonjunktur, alle Boxen im Leichenraum sind belegt.

Nach Arbeitsschluss werden die Leichen dann sorgfältig vom Nachtwächter Noah abgezählt und katalogisiert. Somit kann dieser dann ruhigen Gewissens seiner ganz eigenen Gesinnung nachgehen. Eines Nachts passiert das Unfassbare. Auf unerklärbare Weise zählt er plötzlich eine Leiche zu viel. Niemand außer ihm hat nachts Zugang zur Leichenhalle. Nichts scheint mehr im gewohnten Arbeitsmodus zu sein.

Das Chaos in dieser Horrorkomödie wird vorangetrieben von vielen Absurditäten und überraschenden kleinen Nebenhandlungen. Schweißnasse Hände, Herzklopfen, Panik. Selbst hartgesottene Gruselfans sind dankbar für jeden kleinen Spaß im Geflecht eines Horrorszenarios. Eine flirrende Horroratmosphäre und schwarzen Humor – wer diese Mischung liebt, kommt hier gut auf seine Kosten.

Woran wollen wir glauben? Einen Gott, die Liebe, Geld, Freiheit, Evolution? Was passiert wenn man an etwas glaubt, das schon immer da war, das immer präsent ist und letztendlich alles beeinflusst? Eine Macht, die man für selbstverständlich hält. Man richtet sich nach ihr, misst sie, teilt sie ein, arbeitet dagegen oder geht mit ihr.

»Reset«, ein Kindertheaterprojekt P8, ist die Geschichte von einem Internat für Kinder, wo der Glaube an diese Macht zelebriert wird. Eine Macht, die jeder geschenkt bekommt, wenn er geboren wird. Die Kinder bekommen gepredigt, dass diese Macht das höchste Gut auf Erden ist, dass die Menschheit sich zu einer respektlosen Masse entwickelt und sich diese Macht zu einer kommerziellen Währung gewandelt hat.

In einer tiefen Verbundenheit zur Natur lehren die Internatsleiter den Kindern, was es heißt, kostbar mit dieser Macht umzugehen. Dass die Natur immer in einer Symbiose mit der Macht steht und genau aus diesem Grund jeder Mensch danach streben muss, ein Teil dieser Natur zu werden. In der Welt von Reset ist die Gesellschaft am Ende, und eine Handvoll Menschen haben sich zusammen getan, um sie zu erneuern. Werden Sie Zeitzeugen bei diesem Ereignis, denn die Zeit ist diese Macht, die alles verbindet. Premiere des Stückes ist am 29. April, um 16 Uhr im Theatrium.

In letzter Sekunde: Die Premiere am7. Aprilist leider bereits ausverkauft. Karten sind nur noch für Sonnabend, den 8.4., erhältlich!

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